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DAK-Report nimmt häusliche Pflege in den Fokus

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Prof. Dr. habil. Thomas Klie; Foto: Marc Doradzillo

„Der diesjährige DAK-Pflegereport wird sich mit dem häufig vernachlässigten Thema der häuslichen Pflege beschäftigen“, so Prof. Dr. habil. Thomas Klie. Unter seiner wissenschaftlichen Leitung und mit dem Forschungsinstitut AGP Sozialforschung wird der Report 2022 erstellt.

Gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie in Allensbach wird für den Report eine große repräsentative Bevölkerungsbefragung durchgeführt. In allen Bundesländern finden qualitative Interviews statt. Eine Auswertung der Daten der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung soll Einblicke in das tatsächliche Leistungsgeschehen der Kranken- und Pflegekassen in häuslichen Pflegearrangements eröffnen.

Klie: „Die häusliche Pflege bildet das Rückgrat der pflegerischen Versorgung in Deutschland. Sie wird aber in der pflegepolitischen Diskussion vernachlässigt“.

Im Zuge der Arbeiten für den Report werden unter anderem Antworten auf folgende Fragen gesucht: Ist es richtig, das Pflegegeld zu dynamisieren? Braucht es eine der Elternzeit nachgebildete Pflegezeit, die auch in den Koalitionsvereinbarung der Ampelregierung steht? Warum pflegen überhaupt junge Menschen und wie ist die Einstellung der Bevölkerung zur Übernahme von häuslichen Pflegeaufgaben? Welche Rolle spielt dabei das Geld?

Die Veröffentlichung des DAK-Reports ist für Herbst 2022 geplant.

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