Friedensinstitut Freiburg

Das Friedensinstitut dient der interdisziplinären und praxisrelevanten Forschung, Lehre und Weiterbildung in den Bereichen Friedenspädagogik und Friedensarbeit. Es bietet den Studierenden aller Studiengänge und weiteren Zielgruppen Lehrmodule, wie Seminare, Workshops, Trainings und Fachtage, die zu einer Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens beitragen. Diese Bildungsaufgaben orientieren sich an der Förderung von Demokratie und Nachhaltigkeit. Besondere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Konflikttransformation, Friedensethik und Friedenstheologie.

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Friedensbildung ist ein Merkmal evangelischer Bildungsarbeit

Anlässlich der feierlichen Eröffnung des neuen Master-Studiengangs Friedenspädagogik/Peace Education am 3. März 2022 betonte Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff die Notwendigkeit von Friedensbildung: „In einer weltpolitisch eskalierten und weiter eskalierenden Situation einen Studiengang ‚Friedenspädagogik‘ zu eröffnen, das ist eine herausfordernde, eine fast paradoxe Situation. Doch Bildung kann einen Beitrag dazu leisten, weiter nach Wegen für Frieden zu suchen.“

Auch Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh nahm in seinem Grußwort zur Eröffnung des Master-Studiengangs Bezug zur aktuellen politischen Lage: „Viele sehen in dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine eine Zeitenwende in der Sicherheitspolitik. Sie verkünden das Ende der Hoffnung auf eine regelbasierte internationale Ordnung; sie fordern eine schnelle Aufrüstung; sie setzen auf militärische Stärke. Die Evangelische Landeskirche in Baden setzt heute ein anderes, kleines, aber deutliches Zeichen gegen den Krieg und für einen nachhaltigen gerechten Frieden. Sie eröffnet am 8. Tag nach dem Einmarsch am Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg einen Masterstudiengang Friedenspädagogik/Peace Education, der zivile Formen der Konfliktbearbeitung fördern soll“.

Friedensbildung habe sich systematische Gewaltkritik zu eigen gemacht, so Renate Kirchhoff. „Sie sucht direkte, strukturelle und kulturelle Gewaltsituationen auf, um auf ein Mehr an Gerechtigkeit hinzuwirken. Schalom muss die Perspektive sein. Zum anderen zielt Friedensbildung auf die Kompetenz, Alternativen zu den vermeintlichen Sachzwängen zu entwickeln; Fragen zu stellen, Informationen zu bewerten, potentielle Antworten systematisch zu durchdenken und in kontrovers besetzten Settings zur bewähren. Ich finde nach wie vor, dass das Szenario „Sicherheit neu denken“ ein Musterbeispiel ist für einen solchen Weg.“

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh betonte, dass Friedensbildung ein Qualitätsmerkmal evangelischer Bildungsarbeit sei: „Das wollen wir mit dem neuen Master-Studiengang Friedenspädagogik/Peace Education als Landeskirche noch einmal unterstreichen. Die pädagogische Rückbindung dieses Studiengangs ist einzigartig und passt nicht nur ausgezeichnet in das Profil der Evangelischen Hochschule Freiburg, sondern ergänzt auch das bestehende friedenswissenschaftliche Studienangebot in Deutschland um einen Master mit einem dezidiert pädagogischen Profil und einem Schwerpunkt auf der Frage nach den theologisch-philosophisch-ethischen Grundlagen der Friedensbildung.“

Die Hochschule besetzt mit dem neuen friedenspädagogischen Master und ihrem 2020 gegründeten Friedensinstitut, in dessen Kontext der Studiengang entwickelt worden ist, ein Alleinstellungsmerkmal. Die Kombination von interdisziplinär ausgerichteter Forschung und dem Masterstudium im Bereich Friedenspädagogik ist deutschlandweit einmalig.

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