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Internationale Erfahrungen

Entscheidungshilfe! Praxiserfahrungen aus dem Ausland auf ILIAS nachlesbar

Studierende bringen von ihren Auslandszeiten vielfältige Erfahrungen mit, die für ihre Kommiliton*innen wertvoll sein können: zum Beispiel welche Lernerfahrungen gibt es, wie hat es mit der Anleitung geklappt, welche Anforderungen an die Studierenden und deren sprachliche Kompetenzen sind zu beachten, wie und wo kann man wohnen, welche Erlebnisse gibt es mit „Land und Leuten“. Berichte hierzu gibt es seit Oktober 2018 auf ILIAS

International Week – Work Shadowing in Utrecht

Finanziert durch das Erasmus+ Programm und das International Office der EH Freiburg haben Lehrende, Verwaltungsmitarbeiterinnen und Studierende der Sozialen Arbeit an der International Week in Utrecht, Niederlande, teilgenommen.  Mit dem Studierendenverein „Houtje Touwtje“ wurde in Utrecht ein Study Trip niederländischer Studierender nach Freiburg organisiert. Gegenseitige Study Trips sollen verstetigt und jährlich realisiert werden.

International Week 2019 an der Hogeschool Utrecht; Teilnehmende erhalten ihr Zertifikat. Foto: privat

Erfahrungsberichte von Studierenden über Theoriesemester und die International Week an der Hoogeschool Utrecht, 2019

International Week an der Partnerhochschule „Hogeschool Utrecht“ im März 2019

Finanziert durch das Erasmus+ Programm und das International Office haben Prof. Dr. Reinhard Lohmiller und Prof. Dr. Beate Steinhilber als Lehrende, Susanne Blessing und Kathrin Maier-McGill – im Rahmen eines Work Shadowing  – sowie vier Studierende der Sozialen Arbeit an der International Week in Utrecht teilgenommen.

Die Organisatorin der International Week, Jolanda Berends, dankte den „International Guests of our international Week“: „Thank you again for your attendance and your input during our international week! It was a great pleasure to host you during these days. The students who attended gave good comments. They liked the different themes and it was an eye-opener for them about local social issues abroad.“

Studentin Kathrin aus Freiburg: „Für mich war der Austausch mit Studierenden und Dozierenden aus zwölf verschiedenen Nationen eine Bereicherung. Die Gespräche über die unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte, Organisationsformen und Arbeitsweisen in den verschiedenen Ländern haben mein Bild von Sozialer Arbeit verändert. Der Austausch hat mich dazu veranlasst, Arbeitsabläufe und Herangehensweisen, die in Deutschland gang und gäbe sind, zu hinterfragen und andere möglicherweise sinnvollere und gewinnbringende Optionen in Betracht zu ziehen, sowohl in der Ausbildung als auch in der Praxis Sozialer Arbeit. Außerdem hat diese intensive Woche mir dazu verholfen, manches, was ich bisher für selbstverständlich gehalten habe, als Stärke zu schätzen: zum Beispiel die relativ lange Geschichte der Sozialen Arbeit in Deutschland und die dadurch gewachsenen Strukturen, im Gegensatz zu der recht kurzen Geschichte von Sozialarbeit in Litauen.“

Für Susanne Blessing vom Prüfungsamt der EH Freiburg, die im Rahmen der Erasmus-Staff-Mobilitiy an der International Week teilgenommen hat, wurde Work Shadowing in verschiedenen Abteilungen möglich; ihre Erfahrungen fasst sie zusammen: „Während der International Week in Utrecht hatte ich die Gelegenheit, das Prüfungsamt sowie den Studierendenservice – genannt STIP – und das International Office zu besuchen. Mich hat sehr interessiert, wie diese Abteilungen strukturiert und die Arbeitsprozesse organisiert sind. Meine Aufgaben im Prüfungsamt an der EH Freiburg konnte ich bei meinem Besuch mit denen des Prüfungsamtes an der Hoogeschool Utrecht vergleichen und habe viele Ideen und eine komplette Prozessbeschreibung aus dem Prüfungsamt Utrecht nach Freiburg mit zurückgebracht. Die Kolleg*innen in Utrecht sind sehr aufgeschlossen und haben meine Fragen geduldig beantwortet.“

"Generell nehme ich die innovative Lernkultur als positive Ressource aus den Niederlanden mit"

Zwei Statements von EH-Studierenden, die ein komplettes Theoriesemester an der Hogeschool Utrecht studiert haben

Eine EH-Studentin: „Das minor programme bot uns Einblicke in globale geopolitische, ökonomische und soziale Problemlagen und vor allem wurde viel diskutiert, präsentiert und kritisch reflektiert. Generell nehme ich die gesamte interaktive und innovative Lernkultur als positive Ressource aus den Niederlanden mit.

Es gab kaum eine Minute, in der man einfach nur passiv dasitzen und nicht aufpassen konnte. Eigentlich war man durchgehend gefordert und Partizipation wurde sehr wertgeschätzt. Selten habe ich in Deutschland Gruppen so motiviert, engagiert und zukunftsorientiert arbeiten sehen, wie in meiner Zeit in Utrecht.

Generell fühlt es sich in den Niederlanden so an, als hätte man einen kleinen Zeitsprung in die Zukunft gemacht. Architektur und Digitalisierung sind fortschrittlich, für alles gibt es online Registration, Kartensysteme oder Expertengruppen. Ein bisschen exklusiv scheinen diese Systeme zu sein und soziale Probleme teilweise auszuklammern. Mir kam es zeitweise so vor, als würden wir in den Niederlanden in einer Blase aus Wohlstand leben, obwohl wir uns täglich mit den extremen globalen Problemen der Menschheit auseinandersetzten.

Die positive Attitüde der meisten Menschen, denen ich begegnet bin, wird mir in guter Erinnerung bleiben. Im Gegensatz zur deutschen „Nörgelkultur“ scheinen viele Menschen in den Niederlanden optimistisch eingestellt zu sein und aufgeschlossen gegenüber Neuem.

Insgesamt kann ich sagen, dass dieses Erasmus Semester eine Bereicherung für mein Studium und mein persönliches Leben war. Ich durfte Arbeitsbereiche Sozialer Arbeit in globale, entwicklungspolitische Zusammenhänge einordnen und dadurch auch meinen eigenen Lebensstil reflektieren. Außerdem ist mir einmal mehr bewusst geworden, was für eine wertvolle Ressource das friedliche Zusammenleben in der EU ist und dass unsere Generation eine wichtige Rolle spielt, dieses in Zukunft zu erhalten.“

Ein EH-Student: „Im Vergleich zu meinem Studium in Deutschland merke ich, dass die Studierenden in den Niederlanden viel mehr auf eigeninitiatives Arbeiten angewiesen sind. Sie müssen sich auch stärker die Kompetenz aneignen, in Teams zu arbeiten und vor Gruppen zu sprechen.

Als besonders habe ich es außerdem erlebt, dass man in den Niederlanden häufig nach der eigenen Meinung gefragt wurde. Es ist hier ein Teil der Kultur, dass man eine eigene Meinung haben darf und sie auch äußern soll. Kritik ist erwünscht, jedoch sie wird nicht gegen eine Person, sondern auf den Inhalt ausgeübt. Deshalb kann es sogar vorkommen, dass die Sinnhaftigkeit von Lehrinhalten erfragt oder auch infrage gestellt wird…

Alles ist digital. Was ich in meinem bisherigen Studium der Sozialen Arbeit zum Lebenswelt- und Systemweltbegriff von Jürgen Habermas gelernt habe, konnte ich hierauf praktisch anwenden. Die Systemwelt in den Niederlanden reicht weit in die Lebenswelt der Menschen hinein…

Auf das Studium bezogen habe ich mich mit neuen, bislang unbekannten Themen beschäftigt und mit anderen Methoden studiert. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, im Ausland zu leben und mich in Englisch und Niederländisch erheblich verbessert. Außerdem habe ich hier viele neue Menschen kennengelernt, mit denen ich auch nach dem Auslandsstudium Kontakt halten möchte. Nach meinen Auslandsaufenthalt schätze ich mich selbst als offener ein für viele Themen, welche die Internationalisierung betreffen.“

Fotowettbewerb 2019 zur Praxiszeit im Ausland

Fotowettbewerb 2018 zur Praxiszeit im Ausland

Auslandserfahrungen fangen Studierende auch in Bildern ein. Daher hat das International Office mit allen drei Praxisämtern der Bachelor-Studiengänge 2018 einen Fotowettbewerb zum Praxissemester im Ausland veranstaltet. Thema war: „Szenen der Begegnung, der Kooperation, der Irritation oder der Begeisterung in meiner Praxis im Ausland“. Die Studierenden zeigen auf ihren Fotos besondere Erlebnisse vor Ort, ob in Israel, Estland, Paraguay oder anderswo.

Die Preisträgerinnen 2018

Fotos in der Reihenfolge der Plätze: 1. Platz M. Nagel, 2. Platz L. Ahlvers und S. Kottmann, 3. Platz I. Schachinger

Infos zur Preisvergabe 2018

Die Jury aus Vertreter*innen der Praxisämter und des International Office ergänzt durch die Fachberatung eines selbstständigen Fotografen hat 4 Gewinnerinnen ausgewählt.

  • 1. Platz Milena Nagel mit dem Foto aus Estland „Treffsicherer Deutschunterricht“ Sie hat an der Deutschen Schule in Tallinn im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Pädagogik der Kindheit ihr P 3 – Praktikum absolviert .Milena: „Einblicke in das estnische Schulsystem ermöglichen mir nun den Vergleich mit dem deutschen Schulsystem. Ich habe eigene Unterrichtseinheiten durchgeführt und Projekte initiiert. Wer Erfahrungen im Lehrberuf sammeln möchte, für die oder den ist dieses Praktikum geeignet. Zudem sollte ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbständigkeit mitgebracht werden.“
  • Der 2. Platz wurde zwei Mal vergeben: 2. Platz Lior Ahlvers mit dem Foto „Sprechstunde“ Sie hat in der Organisiation „ASSAF – Aid Organization for Refugees and Asylum Seekers“ in Tel Aviv, Israel, ihr Praktisches Studiensemester im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit absolviert. Lior: „In der öffentlichen Sprechstunde habe ich Beratungen angeboten und habe Klient*innen für das Resettlement Project der UNHCR interviewt. Ich habe nationales und internationales Recht und den Umgang damit kennengelernt und habe Erfahrungen mit komplexen Lebenslagen von geflüchteten Menschen gesammelt. Hier braucht man unbedingt ein ‚dickes Fell‘ und sollte einiges aushalten können.“ 2. Platz Stefanie Kottmann mit dem Foto „Der letzte große Baum – das indigene Volk bereit zum Widerstand gegen die mächtigen Sojabauern“ Sie hat in der sozialen Einrichtung „Institutión Ecuménica de Promoción Social“ in Paraguay ihr Praktisches Studiensemester im Rahmen des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit absolviert. Stefanie: „Die Zielgruppe dieser Non-Profit-Organisation sind indigene Menschen, die in – teils extremer – Armut leben. Durch den massiven Sojaanbau sind sie Rechtsverstößen wie Landraub und Vertreibung durch Großgrundbesitzer ausgesetzt. Wer Interesse hat an indigenem Recht, an Ökologie, Landwirtschaft und Ernährungssicherung ist hier richtig. Ich habe viel gelernt, vor allem aber Ambiguitätstoleranz.“
  • 3. Platz Iara Schachinger mit dem Foto „Was verändert sich? Was bleibt gleich?“ Sie hat in der Evangelischen Kirchgemeinde Romanshorn ihr Praktisches Studiensemester im Rahmen des Bachelorstudiengangs Religionspädagogik/Gemeindediakonie absolviert. Iara: „Ich habe vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet, wobei ich den Schwerpunkt meiner Arbeit selber setzen durfte. Weiter durfte ich unter anderem in der Spitalseelsorge, im Religionsunterricht, in einem Treffen mit Menschen mit Behinderung, sowie einem Begegnungsort mit Asylsuchenden sowie Geflüchteten reinschnuppern. Gelernt habe ich, wie die Arbeit eines Gemeindediakons aussehen kann – auch mit den unregelmäßigen Arbeitszeiten.“

Erfahrungen von incomings

 

von li.: Johanna Urban, Enikö (Body), Eszter Varga; Foto: Fionn Grosse

Fünf Fragen an Incoming Students

Eszter Varga

Name, Alter: Eszter Varga, 20 Jahre

Nationalität: Ungarisch Heimathochschule: Eötvös Loránd Universität in Budapest

Studiengang: deutsche Nationalitätenkindergärtnerin (in Ungarn gibt es ein Studium zur Erzieherin mit Schwerpunkt auf deutschsprachige Kindergärten)

Sprachkenntnisse: Ungarisch, Deutsch, Englisch und ein bisschen Spanisch

Berufliche Pläne: „Ich möchte mich intensiver mit Fremdsprachen beschäftigen; Kindergärtnerin möchte ich auch sein (entweder in deutschsprachigen Kindergärten oder auch in normalen/ ungarischsprachigen Kindergärten), aber das nicht lebenslang. Aber mal schauen!“

Stipendium: Baden – Württemberg Stipendium

  1. Was hat dich motiviert, ein Theoriesemester im Ausland zu studieren? Also, ich wollte immer ins Ausland fahren und nur einfach mal sehen, wie andere Menschen leben, was für eine Kultur sie haben, wie der Unterricht bei ihnen ist. Ich bin neugierig wie das Leben in den anderen Ländern ist. Und, ja natürlich wollte ich mein Deutsch verbessern, üben und neue Leute kennenlernen.
  2. Warum wolltest Du gerne an der EH Freiburg studieren? Noch zu Hause habe ich mir alle Möglichkeiten per Internet angesehen, wohin ich fahren könnte. Freiburg hat mir am besten gefallen. Es ist eine schöne Atmosphäre hier. Die Uni sieht auch sehr schön aus, alles war sehr freundlich und gemütlich.
  3. Was interessiert Dich an dem Studium hier? Eigentlich alles. Ich wollte sehen wie der Unterricht hier aussieht, was für Vorlesungen und Seminare es gibt, wie lernen die Leute hier und auch das Leben in deutschen Kindergärten. Zu Hause studiere ich als deutsche Nationalitätenkindergärtnerin. In Ungarn gibt es ein Studium zur Erzieherin mit Schwerpunkt auf deutschsprachige Kindergärten, deshalb interessiert mich hier Vieles.
  4. Was ist hier ganz anders als bei Dir zu Hause? Der Unterricht, die Uni, die Stadt, die Umgebung, die Landschaft, die Leute, die Mentalität, die Wirtschaft, die Preise, das Geld, soll ich noch etwas sagen?
  5. Was gefällt dir an Freiburg am besten und was nicht so gut? Ich liebe Freiburg! Es ist soooo cool hier und die Berge… WUNDERSCHÖN!im Dezember 2017

Johanna Urban

Name, Alter: Johanna Urbán, 20 Jahre

Nationalität: Ungarisch

Heimathochschule: Eötvös Loránd Universität in Budapest

Studiengang: deutsche Nationalitätenkindergärtnerin (in Ungarn gibt es ein Studium zur Erzieherin mit Schwerpunkt auf deutschsprachige Kindergärten)

Sprachkenntnisse: Ungarisch, Deutsch und Englisch

Berufliche Pläne: „Ich möchte in einem deutschsprachigen Kindergarten arbeiten.“

Stipendium: Erasmus und SMS Stipendium

  1. Was hat dich motiviert, ein Theoriesemester im Ausland zu studieren? Die deutsche Sprache gefällt mir sehr, deswegen fand ich es spannend, dass ich Kindheitspädagogik auf Deutsch studieren kann. Ein Grund war, dass ich mich auf Deutsch entwickeln kann. Ich habe es immer gehört, dass man eine Sprache gut lernen kann, wenn man in dem Land ist. Mein Sprachniveau ist auch wichtig für den Arbeitsbereich, den ich studiere. Denn ich möchte deutsche Nationalitätenkindergärtnerin werden. In Ungarn gibt es ein Studium zur Erzieherin mit Schwerpunkt auf deutschsprachige Kindergärten. Bei einem Auslandssemester kann man auch viel über das Land und die Kultur erfahren.
  2. Warum wolltest Du gerne an der EH Freiburg studieren? Ich wollte unbedingt nach Deutschland fahren, und da gab es viele Möglichkeiten. Ich konnte die Hochschulen nicht persönlich besuchen, aber über das Internet habe ich ein paar Informationen bekommen. Die Webseite von der EH war überzeugend. Das Video über die Hochschule hat mir so gefallen, dass ich das Gefühl hatte, ich möchte dorthin gehen. Nicht zuletzt waren die Bilder von der Stadt auch sehr ansprechend.
  3. Was interessiert Dich an dem Studium hier? Ich möchte über die Erziehungsmethoden in Deutschland mehr Kenntnis erlangen. Es ist eine gute Möglichkeit zu sehen, was es hier gibt und dann zu vergleichen, was ich zu Hause gelernt habe.
  4. Was ist hier ganz anders als bei Dir zu Hause? Hier gibt’s mehr Gruppenarbeit in den Seminaren, das gefällt mir sehr. So ist der Unterricht mehr interaktiv. Die Stunden sind anders aufgebaut wie bei uns. Wir haben mehrere einzelne Stunden und sie dauern entweder 45 Minuten oder eineinhalb Stunden lang. Und ich habe bemerkt, dass hier mehr männliche Studenten sind wie zu Hause bei uns.
  5. Was gefällt dir an Freiburg am besten und was nicht so gut? Mir gefällt es besonders, dass man sehr viel Fahrrad fahren kann, und das ist eigentlich gewöhnlich. Ich finde es auch gut, dass die Uni-Bibliothek rund um die Uhr geöffnet ist. Die Mensa ist sehr günstig und man kann da vieles und leckeres essen. Außerdem mag ich, dass es so viel Natur hier gibt. Na ja, Freiburg ist wunderschön.im Dezember 2017