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Konfliktmanagement

Konflikte gehören zum Alltag, und auch zum Arbeitsalltag einer Hochschule. Sie sind Indizien für Veränderungsbedarfe und -potential. Der konstruktive Umgang mit Konflikten bietet die Chance zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen und -prozessen und somit der Zusammenarbeit von Teams.

Die Evangelische Hochschule will aktiv auf ein gutes Arbeitsklima hinwirken, um die Zusammenarbeit von Lehre, Forschung und Verwaltung zu verbessern und auch innerhalb der jeweiligen Teams die Kooperation zu fördern und Fehlertoleranz zu praktizieren. Der erste Schritt des Umgangs mit Kritik und Konflikten besteht grundsätzlich darin, das Gespräch mit der beteiligten Person zu suchen. Erst danach sollten die formal Zuständigen einbezogen werden.

Wer ist für welche konfliktäre Situation der zuständige Kontakt?

Beschwerdeverfahren für Studierende

Eine Institution und ihre Mitglieder können von Kritik und daraus möglicherweise entstehenden Konflikten profitieren, wenn Kritik ausgetragen wird. Ziel von Konfliktmanagement ist es, Impulse zur Verbesserung der Situation aufgreifen zu können und es zu erleichtern, initiativ zu werden. Der erste Schritt des Umgangs mit Kritik und Konflikten besteht grundsätzlich darin, das Gespräch mit der beteiligten Person zu suchen. Erst danach sollten die formal Zuständigen einbezogen werden.

Vertraulichkeit kann vereinbart werden; anonyme Vorwürfe werden grundsätzlich nicht verfolgt.

Mögliche Anlässe und Gegenstände der Kritik und des Konflikts , um Studierenden Klarheit über die formalen Zuständigkeiten zu geben

Wer für welche Konfliktsituation der zuständige Kontakt ist:

1.mit Dozierenden, zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Kommunikation von Dozierenden wird als problematisch erlebt: dann wenden Sie sich an den/die Dekan*in; ist der bzw. die Dekan*in selbst betroffen: Rektorin; ist diese selbst betroffen: Prorektor.
  • Kritik an Lehrveranstaltungen (wenn die Lehrevaluation nicht als geeignetes oder wirksames Instrument erachtet wird): dann auf eigene Studiengangsleitung zugehen; wenn die Studiengangsleitung selbst betroffen ist: Dekan*in; sind es die Dekan*innen selbst, die kritisiert werden: Rektorin; ist es die Rektorin selbst, die kritisiert wird: Prorektor
  • Sie sind mit der Korrektur Ihrer Leistungsnachweise nicht einverstanden: Prüfungsamtsleiter; ist dieser selbst betroffen: Rektorin

2. mit Lehrbeauftragten, zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Kommunikation von Lehrbeauftragten (mündlich, digital) wird als problematisch erlebt: Dekan*in

3. mit Mitarbeitenden in der Verwaltung, zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Kommunikation von Mitarbeitenden (mündlich, digital) in der Verwaltung wird als konfliktär erlebt: Kanzler; ist der Kanzler selbst betroffen: Rektorin

4. mit Studierenden, zum Beispiel in folgenden als problematisch erlebten Situationen:

  • Kommunikation in Prüfungsangelegenheiten: Prüfungsamtsleiter
  • Kommunikation in Fällen, die das Hausrecht betreffen: Kanzler
  • Kommunikation in Fällen, in denen es um Diskriminierung geht: Gleichstellungsbeauftragte
  • Sonstige Kommunikation (mündlich, digital): Dekan*in

Studierende haben zudem die Möglichkeit, Semestersprecher * innen zu bitten, das eigene Anliegen einzubringen.

Beschwerdeverfahren für Beschäftigte der Hochschule

Eine Institution und ihre Mitglieder können von Kritik und daraus möglicherweise entstehenden Konflikten profitieren, wenn Kritik an die jeweils zuständige Person gelangt und Konflikte ausgetragen werden. Ziel von Konfliktmanagement ist es, Impulse zur Verbesserung der Situation aufgreifen zu können und es zu erleichtern, initiativ zu werden.

Der erste Schritt des Umgangs mit Kritik und Konflikten besteht grundsätzlich darin, das Gespräch mit der beteiligten Person zu suchen. Erst danach sollten die formal Zuständigen einbezogen werden.

Die formelle und informelle Einbindung sowie die expliziten Rechte der Mitarbeitervertretung der EH Freiburg (MAV) bleiben hiervon unbenommen.

Es kann allerdings Situationen geben, in denen ein/e Konfliktpartner*in nicht einschätzen kann, welches ein guter Weg ist, Kritik zu äußern bzw. einen Konflikt zu bearbeiten. Beschäftigte der Hochschule können sich auch an den Konfliktlotsen wenden. Vertraulichkeit kann vereinbart werden; anonyme Vorwürfe werden grundsätzlich nicht verfolgt.

Mögliche Anlässe und Gegenstände der Kritik und des Konflikts aufgelistet unter Angabe der Zuständigkeiten (Funktion); die Aufzählung ist nicht abschließend.

Wer für welche Konfliktsituation der zuständige Kontakt ist:

1. mit Dozierenden, zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Kommunikation (mündlich, digital) zwischen Dozierenden wird als problematisch erlebt: dann ist der/die Dekan*in der richtige Kontakt; wenn diese selbst betroffen sind: die Rektorin; ist die Rektorin selbst betroffen: der Prorektor
  • Fehlende Reaktion von Dozierenden auf Mails von Mitarbeitenden in der Verwaltung: nach Ablauf der zweiten Frist ist die Rektorin zuständig; ist die Rektorin selbst betroffen, ist der Prorektor zuständig
  • Versäumnis der Korrekturfrist von Leistungsnachweisen: für Abhilfe ist der Prüfungsamtsleiter zuständig; ist dieser selbst betroffen, ist die Rektorin zuständig

2. mit Mitarbeitenden in der Verwaltung

  • Kommunikation von Mitarbeitenden (mündlich, digital) in der Verwaltung: Kanzler;
    ist der Kanzler selbst betroffen: Rektorin

3. mit Studierenden

  • Kommunikation in Prüfungsangelegenheiten: Prüfungsamtsleiter
  • Kommunikation in Fällen, die das Hausrecht betreffen: Kanzler
  • Kommunikation in Fällen, in denen es um Diskriminierung geht: Gleichstellungsbeauftragte bzw. MAV
  • Sonstige Kommunikation (mündlich, digital): Dekan*in

4. mit Lehrbeauftragten und Praxismentor*innen

  • Kommunikation von Lehrbeauftragten (mündlich, digital) mit Beschäftigten: Dekan*in

5. mit weiteren Externen: die Rektorin

Konfliktlotse - für Beschäftigte der Hochschule

Es kann Situationen geben, in denen ein/e Konfliktpartner*in nicht einschätzen kann, welches ein guter Weg ist, Kritik zu äußern bzw. einen Konflikt zu bearbeiten. Beschäftigte der Hochschule können sich dann an den Konfliktlotsen wenden.

Der Konfliktlotse übernimmt die Aufgabe eines Verfahrensberaters. Er unterstützt dabei, Konflikte zu analysieren, unter den verschiedenen Anlaufstellen zur Konfliktbearbeitung auszuwählen und die jeweilige Kontaktgestaltung zu planen. Mit Dr. Traugott Schächtele hat die Evangelische Hochschule Freiburg im Dezember 2018 ihren ersten Konfliktlotsen berufen.

Das Thema Konfliktmanagement wurde bereits in den Struktur- und Entwicklungsplan (StEP) 2018-2023 aufgenommen; der Konfliktlotse ist darin als Instrument der Konfliktbearbeitung verankert.

Anlaufstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt

Betroffene von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche oder der Diakonie können sich an eine unabhängige zentrale Anlaufstelle wenden. In der „Zentralen Anlaufstelle.help“ mit dem Start am 1. Juli 2019 stehen geschulte Fachkräfte für Beratungsgespräche im geschützten Rahmen zur Verfügung. Einen entsprechenden Vertrag hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit der anerkannten Fachberatungsstelle „Pfiffigunde Heilbronn e. V.“ geschlossen.

Das Beratungsangebot steht Betroffenen von sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche oder der Diakonie – und damit auch allen Mitgliedern der Evangelischen Hochschule Freiburg (Dozierende, Mitarbeitende, Studierende) offen.

Die Fachkräfte der Zentralen Anlaufstelle sind bundesweit anonym erreichbar unter der Rufnummer 0800 5040 112 und per E-Mail an zentrale@anlaufstelle.help sowie unter der Internetadresse www.anlaufstelle.help. Die Beratung ist kostenfrei.