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Schutzkonzept der EH Freiburg

NOT OKAY: Sexualisierte Gewalt und grenzüberschreitendes Verhalten

Sexualisierte Gewalt und grenzüberschreitendes Verhalten haben an der Evangelischen Hochschule Freiburg keinen Platz.

Das Schutzkonzept erklärt:

  1. Woran erkenne ich eine Grenzverletzung im Hochschulkontext?
  2. Was kann ich tun, wenn ich sexualisierte Belästigung oder sexualisierte Gewalt erlebt oder beobachtet habe?
  3. Wie schützt mich die Hochschule vor Übergriffen?
Sticker Schutzkonzept

Erkennen

Woran erkenne ich grenzüberschreitendes Verhalten und sexualisierte Gewalt?

Unter sexualisierter Gewalt – darunter fällt auch sexuelle Belästigung – wird jede Form geschlechtsbezogener Gewalt verstanden: also ein Verhalten, das sexuell bestimmt ist und die Würde einer Person verletzt.

Sexualisierte Gewalt kann sich äußern auf physischer, psychischer, emotionaler, interaktiver, verbaler oder nonverbaler Ebene durch:

  • Tätlichkeiten, wie bspw. sexuell bestimmte körperliche Berührungen
  • Aufforderung zu sexuellen Handlungen
  • Stalking
  • Bemerkungen mit sexuellem Inhalt
  • unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen pornographischer Darstellungen

Grauzonen:

Nicht immer entspricht ein Verhalten eindeutig den oben genannten Punkten. Hier sind einige Indizien für sexualisierte Belästigung/Gewalt:

  • „Ich will das nicht“: Also kein gegenseitiges Einvernehmen
  • Grenzen werden überschritten oder verschoben
  • Situation fühlt sich unangenehm, irritierend oder bedrängend an

Wichtig:

  • Maßgeblich ist, was man selbst erlebt und empfindet
  • Nicht die Schuld bei sich selbst suchen
  • Unsicherheit ist normal. Wir bieten Beratung und Unterstützung (s. Ansprechpersonen)

Grenzverletzungen können zwischen allen Menschen vorkommen: egal ob zwischen Studierenden, Dozierenden, Verwaltungsmitarbeitenden, wissenschaftlich Mitarbeitenden, Lehrbeauftragten, Gästen der Hochschule.

Reagieren

Was ich tun kann:

  • Bei akuter Gefahr: Notruf 112
  • Bei Beobachtungen, nach Ereignissen und bei Fragen jeder Art zum Thema: Unsere Ansprechpersonen der Hochschule sind für Sie da.

Ansprechpersonen an der EH Freiburg

Beide Personen sind nicht weisungsgebunden und unterliegen der Schweigepflicht. Die Gespräche mit Ihnen sind vertraulich und auf Wunsch anonym. Welche Schritte folgen sollen, entscheiden Sie selbst.

Wie es nach einer Meldung weitergeht

  • Dokumentation des Sachverhalts
  • Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Person: von Beratung und Konfliktklärung bis zu arbeits‑ oder hochschulrechtlichen Konsequenzen.
  • Abstimmung weiterer Schritte
  • falls gewünscht: Einbeziehen von oder Vermittlung an Fachstellen

Weitere Beratungsstellen

Die EH Freiburg arbeitet mit internen und externen Beratungsstellen zusammen. Dazu gehören u. a.:

  • kirchliche Anlaufstellen (z. B. Vertrauenstelefon, Ansprechstellen)
  • regionale Fachberatungsstellen in Freiburg
  • bundesweite Hilfetelefone

Eine vollständige Übersicht gibt es im Schutzkonzept (Download am Seitenende).

Vorbeugen

Was die Hochschule präventiv macht

Die EH Freiburg hat mit dem Schutzkonzept konkrete Maßnahmen festgelegt, um Grenzverletzungen vorzubeugen und Risiken im Hochschulalltag zu minimieren.

Dazu gehört insbesondere ein Verhaltenskodex für alle Hochschulmitglieder, der klare Regeln zu Nähe und Distanz formuliert:

  • Abhängigkeitsverhältnisse dürfen nicht ausgenutzt werden: Sexuelle Kontakte in solchen Konstellationen sind unvereinbar (Abstinenzgebot).
  • Grenzen sind zu respektieren: Das Nähe- und Distanzempfinden anderer ist stets zu achten. (Abstandsgebot)
  • Verantwortung von Lehrenden und Leitungspersonen: Sie reflektieren ihre Macht- und Vertrauensposition und handeln entsprechend.
  • Körperarbeit / Übungen mit Körperkontakt werden so gestaltet, dass alle für die Grenzen der Teilnehmenden sensibilisiert sind und diese achten.
  • Aktiver Umgang mit Grenzverletzungen: Diese werden nicht bagatellisiert oder verdeckt, sondern benannt und entlang klarer Verfahren bearbeitet.
  • Regelmäßige Auseinandersetzung mit dem Thema durch z.B. verpflichtende Sensibilisierungsschulungen für Lehrende

Präventions- und Informationsangebote

Hochschulangehörige werden für die Themen sexualisierte Gewalt und sexuelle Belästigung sensibilisiert. Durch die Stärkung von Kompetenzen, die Enttabuisierung des Themas und die Verdeutlichung von Schutzmechanismen, insbesondere durch das vorliegende Schutzkonzept, wird eine Kultur des Hinsehens und Benennens gefördert.

 

Zum Schutzkonzept

Das Schutzkonzept wurde auf Basis einer hochschulweiten Risiko- und Potenzialanalyse entwickelt und wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Schutzkonzept 2025 - PDF zum Download

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