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Reihe Jugendarbeit in Reaktion auf extrem rechte Jugendbewegungen: Leerstelle Betroffenenperspektiven

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02.06.2026  17:15h - 18:45h
online
Dieser Vortrag ist auch Teil der Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus"

Online Ringvorlesung 2026

Vorlesungsreihe und Zielgruppe

Im Sommersemester 2026 veranstaltet das Netzwerk Hochschulen Sozialer Arbeit in Ostdeutschland gegen rechts eine online Ringvorlesung zum Thema „Analyse und Reflexion: Jugendarbeit in Reaktion auf extrem rechte Jugendbewegungen“.

Die Zunahme und Etablierung einer extrem rechten Jugendkultur stellt Gesellschaft und Soziale Arbeit vor Herausforderungen – insbesondere auch die Jugendarbeit. Allgemeine Fragen zu Hinwendungsmotiven und der Wirksamkeit von Präventionsarbeit, aber auch zu tradierten Erklärungsansätzen über Rechtsextremismus und Einstellungsmustern stellen sich (neu).

Die Auseinandersetzung mit extrem rechten Jugendlichen als Adressat*innen, wie auch damit verbundene soziale und politische Zusammenhänge und Hintergründe, beschäftigen die Soziale Arbeit seit den 1990er Jahren. Die Ringvorlesung will, neben aktuellen Analysen, Erfahrungen, Wissen und Strategien aus Praxis und Forschung der letzten 30 Jahre diskutieren. Dabei gehen wir auf einzelne Aspekte rechtsextremer Ideologie ein und diskutieren, welche Rolle Antifeminismus, Antisemitismus und Ableismus in der Sozialen Arbeit und für die Präventionsarbeit spielen. Wir tauschen uns über Erfahrungen und Strategien in der Jugendarbeit aus Praxis- und Forschungsperspektive aus. Zudem analysieren wir rechtsextreme Jugendkultur in analogen und digitalen Lebenswelten, schauen kritisch auf (vermeintliche) Neutralitätspflichten und thematisieren die Relevanz der Betroffenenperspektive im Kontext rechter Bedrohungen.

Die Ringvorlesung des Netzwerks ostdeutscher Hochschulen der Sozialen Arbeit gegen rechts verbindet Engagement in Wissenschaft und Praxis: Das Netzwerk hat sich im Sommer 2023 vor dem Hintergrund der Zunahme (extrem) rechter und autoritärer gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen und deren Einfluss auf Hochschulen und Soziale Arbeit gegründet. Es bietet Lehrenden und Forschenden rund um Soziale Arbeit an (ostdeutschen) Hochschulen die Möglichkeit, sich über Erfahrungen und Strategien gegen Rechtsextremismus auszutauschen und Handlungsfähigkeit im Kontext von Demokratiestärkung aufrechtzuerhalten. https://www.fbts-ev.de/netzwerk-ostdeutscher-hochschulen-gegen-rechts

Herzlich eingeladen sind Sozialarbeiter*innen, Fachkräfte der Jugend- und Bildungsarbeit, Studierende, Lehrende, zivilgesellschaftliche Akteur*innen, interessierte Wissenschaftler*innen und alle, die solchen Entwicklungen in ihrem Arbeitsfeld begegnen und ihre Handlungssicherheit stärken möchten.

 

Vorlesung

Leerstelle Betroffenenperspektiven

Termin/Ort

02.06.2026, 17:15 Uhr / online

Referentinnen

Gesa Köbberling (EH Freiburg), Stefanie Lindner (BTU Cottbus-Senftenberg)

Die Online-Ringvorlesung wird organisiert von:

Hochschule Neubrandenburg, Eberhard Karls Universität Tübingen / Institut für Rechtsextremismusforschung, Hochschule Mittweida

Ansprechpartnerin

Professorin Dr. Christine Krüger, Tel.: 0395 56935509, E-Mail: ckrueger@hs-nb.de

Anmeldung unter:

www.sw.hs-mittweida.de/rvsose2026/

 

Aktionswoche Wissenschaft gegen Faschismus

Der Vortrag von Gesa Köbberling ist auch ein Angebot im Rahmen der Aktionswoche vom 1. bis 7. Juni. Mehr Info zur Aktionswoche gibt es hier.

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