2025 hat Katharaina Senk ihren Master Soziale Arbeit an der EH Freiburg abgeschlossen. Zuvor studierte sie Soziale Arbeit dual an der DHBW in Schwenningen und arbeitete während ihrer Praxiszeiten im ambulanten Bereich sowie der Tagesstätte der Gemeindepsychiatrie. Ihr Weg brachte Sie dann in die Forschung: Heute arbeitet sie an der Universität Leipzig als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Stiftungsprofessur Sozialpsychiatrische Teilhabeforschung des Fördernetzwerks Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Mein Arbeitsalltag bewegt sich „irgendwo zwischen Büromaus und Netzwerkerin“ – und verändert sich je nach Phase des Forschungsprojekts. Inhaltlich forsche ich zum Thema Elternschaft von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Darüber hinaus gehören zu meinem Alltag Aufgaben am Lehrstuhl wie etwa die Mitorganisation von Fachtagen, Lehre, Meetings sowie die Vernetzung mit verschiedenen Akteur*innen in Leipzig dazu. Zu Beginn einer Studie stehen vor allem Literaturrecherche und das Kennenlernen zentraler Netzwerkpartner*innen im Fokus. Im weiteren Verlauf verlagert sich die Arbeit zunehmend zu einer aktiven Forschungs-Phase, in der Interviews und Gespräche mit Schlüsselpersonen geführt werden. Gegen Ende einer Studie verlagert sich die Arbeit wieder stärker an den Schreibtisch: Dann geht es um Analyse, Publikation und die Präsentation der Ergebnisse.
Was haben Sie aus Ihrem Studium mitgenommen, das Ihnen bei Ihrer Arbeit nützlich ist?
Aus meinem Studium habe ich viel Selbstbewusstsein mitgenommen, insbesondere für das wissenschaftlichen Arbeiten und meine Tätigkeiten in der Lehre. Gleichzeitig konnte sich dort meine Freude an Forschung weiterentwickeln sowie die Überzeugung, dass gute Praxis auch immer gute Forschung benötigt. Neben fachlichen Kompetenzen habe ich auch viele prägende Begegnungen in Form von tollen Menschen und enge Freund*innenschaften, die mich bis heute begleiten, mitgenommen.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Freude und warum?
Besonders Freude machen mir die Flexibilität und Freiheiten meiner Arbeit. Dadurch kann ich viele Dinge eigenständig gestalten und erlebe mich und meine Arbeit als sehr selbstwirksam. Gleichzeitig motiviert mich vor allem Forschung, die eng mit der Praxis verknüpft ist und konkrete Verbesserungen ermöglichen kann: In meinem Fall beispielsweise für Eltern mit psychischen Erkrankungen und ihre Versorgungssituation in Leipzig. Ich mag das Gefühl, mit meinen Fähigkeiten einen (kleinen) Beitrag zu einer gerechteren und besseren Welt leisten zu können. Außerdem schätze ich es sehr, durch meine Arbeit immer wieder neue, unterschiedliche und spannende Menschen kennenzulernen.
Ihr persönlicher Tipp für Studierende und Studieninteressierte
Einfach mal machen! Und wie man so schön sagt: Am Ende bereut man die Dinge, die man nicht ausprobiert hat. Häufig lohnt es sich, „out of the box“ zu denken. Also bleibt immer offen für neue Wege und Perspektiven, auch wenn das Leben mal nicht so ganz nach Plan läuft. Und ganz wichtig natürlich: Genießt das Studium! Genießt die intensive Zeit mit neuen und interessanten Kommiliton*innen, das Leben in Freiburg und das Mensa-Essen.

