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Jochen Pfisterer, Dipl. Sozialpädagogik

Was macht eigentlich…

der Schwabe Jochen Pfisterer in Südbaden

Seit 2006 ist der 1956 in Bietigheim-Bissingen geborene Jochen Pfisterer (ganz links im Bild) Geschäftsführer des Diakonischen Werks (DW) Freiburg. An der Evangelischen Hochschule Freiburg, früher Fachhochschule für Sozialwesen, hat er 1984 sein Studium der Sozialpädagogik abgeschlossen. Nach mehreren Jahren Tätigkeit beim Jugendhilfswerk Freiburg e.V. wechselte er 1991 zum DW Freiburg. Pfisterer engagiert sich ehrenamtlich seit 2011 als Vorsitzender des Freundeskreises der EH Freiburg.

5 Fragen aus der Hochschule an Jochen Pfisterer

  1. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der EH Freiburg anzutreten?

    Ich habe 1980 mein Studium an der damaligen EFH begonnen. Ich wollte engagierte Sozialarbeit machen und deshalb studieren, wollte etwas in der Gesellschaft zum Besseren verändern. Die Auswahl Freiburg war eher zufällig, Freiburg war damals politisch eher unauffällig. Ich hatte auch einen Studienplatz in Reutlingen (politisch auffälliger), Freiburg erschien mir jedoch, trotz Schwabe, deutlich attraktiver.

  2. Wenn ich an die Evangelische Hochschule Freiburg denke, denke ich sofort an …

    1980 war die Hochschule ein sehr überschaubares Gebilde. Hier war es sehr vertraut, man kannte sich, das Verhältnis zu den Professoren und Dozenten war nah und gut. Und es gab jedes Jahr einen Streik: Gegen Studiengebühren, Rahmenverordnungen, (schlechtes Wetter). Die Streiks fanden meist im Spätherbst statt und wurden dann kurz vor Weihnachten zu Ende geführt, damit auch alle rechtzeitig nach Hause fahren konnten.

  3. Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

    Bei einem dieser Streiks hatten wir, zum großen Unmut des damaligen Rektors Walter Dennig, eine Mauer aus Strohballen und Kartons im Eingangsbereich der Hochschule erbaut (warum auch immer). Höhepunkt war dann die Ziege eines Kommilitonen, die dort gehalten und täglich rituell gemolken wurde. Es ging, glaube ich, um das Hochschulrahmengesetz.

  4. Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat sie besonders beeindruckt?

    Als Hochschullehrender hat mich natürlich der Altrektor Prof. Dr. Walter Dennig beeindruckt, seine Ethikvorlesungen waren schon etwas Besonderes. Aber auch später die engagierten Veranstaltungen im Rahmen der Sozialpsychologie bei Prof. Dr. Joachim Walter sind mir in guter Erinnerung geblieben. Und ganz besonders: In der Einführungswoche 1980, der Fachvortrag zur „Antipädagogik“. Ich hatte mich danach wirklich gefragt, ob ich das Studium überhaupt beginnen soll?! Antipädagogik gibt es schon lange nicht mehr, oder?

  5. Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

    Ich weiß, die Zeiten sind anders, aber ich möchte trotzdem gerne raten: Nutzen Sie die Zeit, engagieren Sie sich an der Hochschule und in der Sozialen Arbeit (Freiburg ist dazu wirklich ein gutes und buntes Feld) und versuchen Sie, sich möglichst breit und gut aufzustellen. Auch heute braucht die Praxis gut ausgebildete, engagierte und flexible MitarbeiterInnen, die ihren Beruf leben und gestalten wollen. Und eine fundierte Praxis ist schon immer der Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben. Alles Gute.

 

August 2015

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