Jubiläum 1918 – 2018 – Der Festakt

Soziale Arbeit europaweit gegen Rechtspopulismus

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19.02.2018
Soziale Arbeit, Zivilgesellschaft

Master-Studierende haben in Brüssel über Rechtspopulismus in Europa diskutiert. „Die Zivilgesellschaft sollte sich gegen die rechtspopulistische Ausgrenzung von Randgruppen einsetzen“, lautete ein Appell aus der Podiumsdiskussion. Beteiligt waren europäische NGOs, wie Eurodiaconia und European Network Against Racism (ENAR), die International Federation of Social Workers (IFSW) und das Europäische Parlament. Die Brüsseler Dienststelle der Diakonie Deutschland hat die Veranstaltung finanziert und vor Ort ausgerichtet.

Die Podiumsdiskussion als Teil einer fünftägigen Exkursion im Januar 2018 war das Ergebnis zweier Hochschul-Seminare für Master-Studierende der Sozialen Arbeit: Politische Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Auf die Studienreise haben sich die 16 jungen Frauen und Männer durch Selbststudium, begleitende Seminare zu europäischem Politik- und Rechtsverständnis sowie Moderationstechniken vorbereitet.

Die Kombination aus theoretischen Grundlagen und dem Erleben von “Politik zum Anfassen” machte für die Studierenden abstrakte Begriffe, wie „europäische Interessenvertretung“ und „Soziales Europa“, verständlich. „Das mehrtägige Eintauchen in die Brussels Bubble, insbesondere das Erleben politischer Motive und persönlicher Erfahrungen der Veranstaltungsgäste, hat den Horizont der Studierenden erweitert. Soziale Arbeit brauche auch in Europa mehr politische Sichtbarkeit und wirksame Formen der Interessenvertretung, sind sie überzeugt.

„Die Zivilgesellschaft sollte sich gegen die rechtspopulistische Ausgrenzung von Randgruppen einsetzen“, lautete ein Appell aus der Diskussion. Dafür würden Kommunikationsstrategien gebraucht. Es müsse gezielt Aufklärungsarbeit geleistet werden. Deutliche und gut sichtbare vernetzte Positionen gegen Rechtspopulismus seien erforderlich. Die Europäische Soziale Arbeit solle einfach und pointiert argumentieren. Es solle deutlich werden, dass politisch regulierte Migration und Zuwanderung keine Gefährdung für Arbeit, soziale Sicherheit und Identität in Europa sei. Besitzstandwahrung als primäres Narrativ rechtspopulistischer Bewegungen müssten die Europäischen Sozialverbände deutlich ablehnen.

Mit dem Hashtag #handsupforsocialeurope hat die Studierendengruppe die Vernetzung Sozialer Arbeit in der EU angestoßen und eine politische Debatte über die Zukunft des Sozialen Europas initiiert. Den Besucher*innen der Podiumsdiskussion wurden zudem Buttons mit dem Hashtag mitgegeben. Auf Twitter und Instagram wurde der Hashtag zusammen mit Bildern wichtiger Stationen der Brüsselreise kommuniziert.

 

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