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Kooperation mit der University of Iowa zu Menschenrechtspädagogik in Vorbereitung

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Zwei Institute der Evangelischen Hochschule und die University of Iowa bereiten eine Kooperation vor, in der Fragen zu Menschenrechtspädagogik, Antisemitismusprävention und die Gestaltung einer humanen demokratischen Zivilgesellschaft gemeinsam bearbeitet werden sollen. Für die Hochschule sollen das Friedensinstitut Freiburg und das Freiburger Institut für Menschenrechtspädagogik (FIM) die zukünftige Zusammenarbeit konkretisieren und umsetzen.

„Aktuell planen wir eine gemeinsame digitale Konferenz im Herbst 2022 zur Frage „What is Peace Education?“, erklärt Prof. Dr. phil. Dr. habil. theol. Wilhelm Schwendemann, Leiter des FIM.

Schwendemann steht bereits seit einiger Zeit im fachlichen Austausch mit der University of Iowa. Er ist dort u.a. vom 28. Februar bis 2. März 2022 als Speaker auf der internationalen Konferenz „Provost’s Global Forum: Teaching Anne Frank“ gewesen. Die Konferenz brachte Experten und Expertinnen unterschiedlicher Disziplinen aus Iowa und ganz Europa zusammen, um die pädagogische Bedeutung und die anhaltende Relevanz von Anne Franks Lebensgeschichte und insbesondere ihres Tagebuches herauszuarbeiten. Die Referent*innen haben zum Beispiel beleuchtet, wie heute Franks Leben und ihr Vermächtnis in verschiedenen Disziplinen, in der K-12-Bildung (primärer und sekundärer Bildungsbereich in den USA) sowie in Museen und anderen Medien vermittelt werden. Welcher Bedeutung die Holocaust-Erziehung bei der Auseinandersetzung mit schwierigen Themen der Vergangenheit in unterschiedlichen nationalen und kulturellen Kontexten zukommt, zeigt auch die UNESCO-Publikation „Holocaust Education in a Global Context“ aus dem Jahr 2014 auf. Im Anschluss an die Konferenz hielt Schwendemann vor Ort Vorlesungen im Rahmen des Programms „Holocaust Education“.

„In den USA ist die Friedens- und Menschenrechtspädagogik in Theorie und Praxis in vielen Bereichen schon weiterentwickelt als in Deutschland“, sagt Karen Hinrichs, Direktorin des Friedensinstituts. „Davon können wir von der Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Iowa insbesondere für den Master-Studiengang Friedenspädagogik / Peace Education erheblich profitieren. In den Unesco-Programmen zur „Global Citizenship Education“ sind zum Beispiel die Ansätze Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Rassismuskritische Bildungsarbeit und Peace-and Human-Rights-Education in vorbildlicher Weise miteinander verbunden. Für unsere Master-Studierenden eröffnet der internationale fachliche Austausch eine Horizonterweiterung“, führt Hinrichs weiter aus.

Karen Hinrichs ist Co-Leiterin des Master-Studiengangs Friedenspädagogik / Peace Education, der Anfang März erstmals gestartet ist. Die Evangelische Hochschule besetzt mit dem neuen friedenspädagogischen Master und ihrem 2020 gegründeten Friedensinstitut, in dessen Kontext der Studiengang entwickelt worden ist, ein Alleinstellungsmerkmal. Die Kombination von interdisziplinär ausgerichteter Forschung und dem Masterstudium im Bereich Friedenspädagogik ist deutschlandweit einmalig.

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