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Rektorin zu Sicherheitsforschung

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Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich in ihrer jüngsten Sitzung in Weimar zu aktuellen Herausforderungen und Voraussetzungen der sicherheitsrelevanten Forschung und Entwicklung an Hochschulen positioniert. Sie betont den zentralen Beitrag der Hochschulen zur Sicherheit und Resilienz der Gesellschaft und formuliert Handlungsbedarfe innerhalb der Hochschulen und Forderungen an die Politik in Bund und Ländern.

Die HRK votiert für eine gleichberechtigte Einbeziehung von Geistes- und Sozialwissenschaften sowie speziell die Friedensforschung. Damit sind auch SAGE-Hochschulen wie die EH Freiburg inkludiert.

Renate Kirchhoff
Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff, Foto: Bernd Schumacher

Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff hält vier Aspekte im Positionspapier der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu sicherheitsrelevanter Forschung und Entwicklung für besonders bemerkenswert:

1) „Die 272 Hochschulen, die in der HRK organisiert sind, orientieren sich an einem weiten Sicherheitsbegriff, der zivile Maßnahmen zur Friedensförderung ausdrücklich einschließt. Das Positionspapier der HRK votiert für eine gleichberechtigte Einbeziehung von Geistes- und Sozialwissenschaften sowie speziell die Friedensforschung. Damit sind auch SAGE-Hochschulen, wie bspw. die EH Freiburg, nicht nur adressiert, sondern ihre längst vorhandene Forschung zu zivilen Sicherheitsfragen inkludiert.“

2) Zu den Maßnahmen sollen auch präventive also langfristig friedensfördernde gehören. „Das betont den Gewinn an Sicherheit für den sozialen Zusammenhalt von Gesellschaften, der in der Stärkung des Bereichs Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung (SAGE) inklusive der Versorgungsforschung liegt. Und die Notwendigkeit, in diesen Aspekt von Sicherheit zu investieren, wird jetzt deutlich“, so Kirchhoff.

3) Rektorin Kirchhoff: „Für uns als Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) ist besonders wichtig, dass die Erfordernis, Angewandte Forschung stärker als bisher einzubeziehen, formuliert wird. Die Grundlagenforschung – die vorrangig an den Universitäten stattfindet  – muss Lösungsorientierung und die passgenauen Antworten auf drängende Fragen gerade im Bereich der Förderung von Widerstandsfähigkeit demokratischer und auf Solidarität basierender Gesellschaften ergänzen.“

4) Das Papier der HRK verweist mit Nachdruck auf die Kompetenzen im Bereich sicherheitsrelevanter Forschung an den Hochschulen selbst. „Den Wissenschaftsstandort Deutschland prägen herausragende Hochschulen unterschiedlichen Typs. Die Vernetzung mit außerhochschulischen Forschungseinrichtungen mag je nach Thema sinnvoll und geboten sein. Doch Wissen und Erfahrung an den Hochschulen sind bundesweit enorm groß und sie sind geeignet, aktuelle Fragen im Rahmen des weiten Sicherheitsbegriffs zu bearbeiten“, betont die Rektorin.

Presseinformation der Entschließung der HRK vom 19.05.2026

Sicherheitsrelevante Forschung und Entwicklung: Hochschulen stellen sich den Herausforderungen und fordern Unterstützung

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich in ihrer jüngsten Sitzung in Weimar zu aktuellen Herausforderungen und Voraussetzungen der sicherheitsrelevanten Forschung und Entwicklung an Hochschulen positioniert. In ihrer Entschließung betont sie den zentralen Beitrag der Hochschulen zur Sicherheit und Resilienz der Gesellschaft und formuliert Handlungsbedarfe innerhalb der Hochschulen und Forderungen an die Politik in Bund und Ländern.

Die HRK-Mitglieder weisen darauf hin, dass Hochschulen vor dem Hintergrund der global veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen auf unterschiedliche Art und Weise zum Aufbau und Erhalt des Friedens beitragen. Über Art und Umfang dieses Beitrages entscheiden die Hochschulen auf Basis ihrer jeweils eigenen Profile autonom.

Prof. Dr. Georg Krausch, HRK-Vizepräsident für Forschung und wissenschaftliche Karrierewege, erläutert:

„Sicherheitsrelevante Forschung ist nicht mit militärischer Forschung und Entwicklung gleichzusetzen. So sind auch die Erkenntnisse der Konflikt- und Friedensforschung, der Sprach-, Geschichts- und Regionalwissenschaften, der Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie der Theologie unverzichtbar für eine umfassende wissenschaftsbasierte Analyse sicherheitsrelevanter Entwicklungen. Darüber hinaus schließt sie auch Felder wie z. B. die zivile Sicherheit, gesellschaftliche Resilienz und Cybersicherheit mit ein. Die deutschen Hochschulen können sich hier mit ihrer ganzen disziplinären Vielfalt und als hervorragend vernetzte Organisationszentren des Wissenschaftssystems einbringen.

Die spezifischen Anforderungen sicherheitsrelevanter Forschung und Entwicklung machen es notwendig, dass sich Hochschulen untereinander austauschen und mit weiteren Akteuren vernetzen. Erhöhte Sicherheitsbedarfe können technische und infrastrukturelle Anforderungen mit sich bringen, auf die viele Hochschulen gegenwärtig noch nicht oder nur teilweise vorbereitet sind. Der Aufbau gemeinsamer Strukturen kann hier ein zielführender Lösungsansatz sein.

Darüber hinaus benötigen wir Förderprogramme für sicherheitsrelevante Forschung, bei denen Hochschulen als die zentralen Akteure der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung in Deutschland antragsberechtigt sind.“

 

Zum Text der Entschließung

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