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Friedenspädagogische Forschungswerkstatt

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06.06.2026  09:00h - 17:00h
EH Freiburg, A1 + A2

Die Friedenspädagogische Forschungswerkstatt bietet Raum für Austausch, Inspiration und kollegiale Unterstützung in der friedenspädagogischen Forschung. Ziel ist es, aktuelle Forschungsprojekte zu diskutieren und gemeinsam an theoretischen und forschungsmethodischen Fragen der Friedenspädagogik zu arbeiten.

Das Kolloquium findet in Kooperation mit dem Arbeitskreis Friedenspädagogik der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e.V. (AFK) statt.

Ablauf

09:00 Begrüßung
09:15 Methodenimpuls A und B
12:00 Mittagspause
13:00 Forschungswerkstatt, Diskussion von Arbeiten im peer-to-peer Format
16:30 Gemeinsamer Abschluss

Methodenimpulse

  • Methodenimpuls A: Theater und feministisches Körperwissen in der transformativen Forschung mit Linda Raule

Wie können wir Theater und Körperwissen in unsere Forschung einbeziehen und dadurch emanzipatorische und transformative Prozesse anstoßen? Wie kann transformative Forschung aussehen, die nicht zur Reproduktion von Unterdrückung beiträgt? In diesem Workshop lernen wir die Grundlagen des Theaters der Unterdrückten und des szenischen Forschens durch praktisches Ausprobieren kennen und experimentieren, wie unser Körperwissen Teil von feministischer Wissensproduktion werden kann. Denn Wissen und Wissensproduktion sind eingebettet in Machtstrukturen und Hierarchien. In diesem Kontext bewegen sich auch unsere Körper, in denen gesellschaftliches und soziales Wissen eingeschrieben sind. Wissen, das nicht der männlichen, weißen und heteronormativen Norm entspricht, wird oft als „anderes“ Wissen abgewertet. Lasst uns dieses Wissen, hier verkörpertes Wissen, in den Fokus rücken.

Eine Vorkenntnis in Theaterarbeit ist nicht nötig. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

Linda Raule (sie/ihr) ist partizipative Theatermacherin, Wissenschaftlerin und Co-Geschäftsführerin beim Theater der Unterdrückten Wien (www.tdu-wien.at). Sie absolvierte 2016 eine Schauspielausbildung und 2019 einen Master in Internationale Entwicklung mit Schwerpunkt auf Gendergerechtigkeit und machtkritische Bildungsarbeit. Ihre Arbeit verbindet Kunst und Sozialwissenschaft mit Fokus auf feministischem Körperwissen, Dialog und Emanzipation. Neben ihrer Tätigkeit beim TdU Wien lehrt sie an der THWS Würzburg-Schweinfurt sowie an der Universität Salzburg.

  • Methodenimpuls B: Aktionsforschung und Partizipation in der Friedenspädagogik

Forschen mit statt über Menschen: Das ist der Anspruch von transdisziplinärer, partizipativer, kooperativer und betroffenengeleiteter (Aktions-)Forschung. Ausgehend von konkreten Fragestellungen und Vorhaben der Teilnehmenden nähern wir uns dieser Forschungshaltung und ihren möglichen Umsetzungsformen. Dabei reflektieren wir auch strukturelle Rahmenbedingungen, etwa im Kontext von Qualifizierungsarbeiten, und entwickeln Strategien, um die eigene Forschung darin bewusst zu verorten. Im Zentrum steht schließlich die besondere Qualität von Erkenntnissen, die in enger Zusammenarbeit mit Forschungspartner*innen entstehen – und ihre transformative Kraft für die Friedenspädagogik.

Annalena Groppe (sie/ihr) ist an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz für friedenspädagogische Forschung und Praxis verantwortlich. In ihrem Promotionsprojekt erprobte und reflektierte sie gemeinsam mit Aktivist*innen und Bildungsakteur*innen Lernräume in Deutungskonflikten um die Demokratiegeschichte des Hambacher Schlosses. Mit erfahrungs- und beziehungsbasierten Methoden verbindet sie Theorie und Praxis – insbesondere mit Blick auf unterschiedliche Formen von Wissen und die daraus entstehenden Vorstellungen von Frieden und Transformation.

 

Anmeldung

Bitte senden Sie eine Email an marketing@eh-freiburg.de und nennen Sie uns Ihren Namen und Emailadresse. Den Anmeldungslink zur Online-Anmeldung bekommen Sie am nächsten Werktag zugeschickt. Eine Anmeldung ist bis 31.05.2026 möglich.

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