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Master Supervision

Als eine der ersten Hochschulen in Deutschland hat die EH Freiburg seit 1974 Supervisionsausbildungen angeboten. Mit dem Master-Studiengang Supervision mit systemischem Schwerpunkt ist die Evangelische Hochschule 2004 als erste Hochschule an den Start gegangen.

Supervision gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn der Beratungsbedarf steigt in Organisationen und Einrichtungen des Non-Profit- und des Profit-Bereichs, in Kirche, Diakonie und Caritas, in NGOs und Politik. Supervision ist eine praxisorientierte Beratung für berufliche Zusammenhänge. Die berufliche Arbeit der Ratsuchenden soll reflektiert und optimiert werden, d.h. der Fokus der Beratung liegt nicht auf Person und Persönlichkeit, sondern auf arbeitsbezogenen Themen bzw. Arbeitsproblemen.

Detailinfos zum Masterstudium Supervision

Zielgruppe

Studierende des Master-Studiengangs Supervision sind in den verschiedensten Berufen tätig und leben z.B. in Freiburg, Koblenz, Köln, Essen, Berlin, Potsdam, Leipzig, Zürich, Wien usw. Während des Studiums arbeiten sie in ihren Berufen weiter und kommen ca. alle 6-8 Wochen zu einem Blockseminar zu uns nach Freiburg (insgesamt für 52 Tage in zweieinhalb Jahren).

Unseren Supervisionsstudiengang nutzen Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen als Möglichkeit der Weiterqualifikation. Neben Fachkräften mit den unterschiedlichsten sozial- und bildungswissenschaftlichen Qualifikationen, gibt es auch Teilnehmende mit wirtschafts- und politikwissenschaftlichem, theologischem oder medizinischem Background.
Überwiegend nehmen Sozialarbeiter*innen, (Sozial-) Pädagog*innen und Psychotherapeut*innen teil, aber auch andere Berufsgruppen sind vertreten. Zuletzt z.B. eine Hebamme, eine Musikerin, ein Ingenieur, ein kommunaler Amtsleiter sowie leitende Angestellte aus Gesundheitseinrichtungen und aus der Industrie. Für sie ist das Studium bei uns in Freiburg durch folgende Faktoren attraktiv:

  • das akademische Niveau und das klare theoretische und methodische Profil der Ausbildung;
  • das breite Spektrum der Berufsgruppen und fachlichen Perspektiven, die im Studiengang unter Studierenden (22-24) und Dozierenden (ca. 15 mit sehr unterschiedlichen Expertisen und Feldkompetenzen) vertreten sind;
  • die Möglichkeit Feldkenntnisse in den Arbeitsfeldern der Kirchen und ihrer Hilfswerke zu erwerben – diese bilden in Deutschland den größten Arbeitgeber nach der öffentlichen Hand und sind mit rund 800.000 Mitarbeitern (ohne Ehrenamtliche) im Bereich sozialpsychologischer und agogische Dienstleistungen ein wichtiger Markt für Supervision.

Fakten

  • Studienabschluss: Master of Arts (M.A.) mit 90 ECTS. Der Abschluss berechtigt zur Promotion. Sie sind staatlich geprüfte Supervisorin / staatlich geprüfter Supervisor. Der Studienabschluss ist von der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv)- und über die DGSv auch BSO – als Zugangsvoraussetzung anerkannt; die Fachgesellschaften behalten sich vor, ggf. noch weitere Zugangsvoraussetzungen zu verlangen.
  • Zulassungsvoraussetzungen: müssen durch schriftliche Nachweise belegt werden
    • (Fach-)Hochschulabschluss mit 210 ECTS
      Im Falle eines Hochschulabschlusses mit 180 ECTS kann im Einzelfall geprüft werden, ob und wie die fehlenden 30 ECTS anerkannt oder erworben werden können – bitte wenden Sie sich diesbezüglich an das Studiengangssekretariat.
      Ohne Hochschulabschluss können Sie den Studiengang (ohne Prüfungen und Masterarbeit) als qualifizierende Weiterbildung absolvieren; der Abschluss wird von der DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision) als Aufnahmevoraussetzung anerkannt.
      Ausländische Zeugnisse müssen durch das Ausländerstudienkolleg, Anerkennungsstelle, Braunegger Straße 55 in 78462 Konstanz, Tel. 07531-2060 auf Äquivalenz überprüft und in das deutsche Notensystem umgerechnet sein.
    • Eigene Supervisionserfahrung: (ca. 30 Einheiten à mindestens 45 Minuten), d.h. Sie haben als Supervisand*in Supervision in den unterschiedlichen Settings Einzel-, Gruppen und Teamsupervision genommen (jeweils mind. 5 UE  à 45 Minuten pro Setting). Die Supervisionen müssen von Supervisor*innen mit qualifizierter Supervisionsausbildung und Mitgliedschaft in einem anerkannten Fachverband für Supervision durchgeführt worden sein. Bei Bewerber*innen, die eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) anstreben, müssen mindestens fünf Supervisionen von Supervisor*innen durchgeführt worden sein, die der DGSv angehören. Bitte reichen Sie uns Bescheinigungen Ihrer Supervisor*innen über die absolvierten Supervisionseinheiten ein – mit Angabe des Berufs- oder Fachverbands, dem Ihre Supervisor*innen angehören!
    • Zusatzqualifikationen: Methodische Kenntnisse durch Zusatzqualifikationen, die das supervisionsrelevante Spannungsfeld Person, Rolle, Organisation und die Selbstreflexion zum Gegenstand haben, d.h., Sie haben Fort- und Weiterbildungen im Umfang von mindestens 300 Einheiten à 45 Minuten absolviert, z.B. in Gesprächsführung, Therapieverfahren, Beratung, Seelsorge, Projektmanagement, Mediation, TZI, Psychodrama, Bibliodrama, Organisationsentwicklung. Bitte reichen Sie uns Bescheinigungen über die absolvierten Fort- und Weiterbildungen mit Nennung der Curriculumsinhalte und mit Bezifferung der Zahl der Unterrichtseinheiten (umgerechnet in 45-Minuten-Einheiten) ein.
    • Motivationsklärung: Bitte schreiben Sie eine kurze schriftliche Reflexion über die Erfahrungen, die Sie mit Supervision gemacht haben und über Ihre Motivation zum Studium sowie den damit verbundenen Perspektiven.
  • Studienbeginn: Wintersemester, d.h. Oktober alle 2 Jahre (2022, 2024 etc.)
  • Studiendauer: 5 Semester
  • Studienorganisation: Sie studieren berufsbegleitend, d.h. Sie bleiben berufstätig und kommen über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren (5 Semester) ca. alle sechs bis acht Wochen zu einem Blockseminar zu uns nach Freiburg (jeweils 3, 4 oder 5 Wochentage montags bis freitags, nicht am Wochenende). Insgesamt umfasst das Studium 2.700 Arbeitseinheiten á 45 Minuten. Davon sind 52 Tage Präsenzzeit in Freiburg, ca. 25 Tage regionale Peergruppenarbeit und regionale Lehr- und Lernsupervisionen, zuzüglich Selbststudium und Anfertigung der Master-Thesis im letzten Studiensemester.
  • Bewerbungsfrist/-verfahren: Sie können sich ab Juni 2021 online bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Mai 2022.
    Nach Prüfung Ihrer Unterlagen laden wir Sie zur Teilnahme an einer das Bewerbungsverfahren abschließenden Informations- und Auswahltagung ein.
  • Kosten: 8.450 Euro verteilt über die fünf Studiensemester (pro Semester 1.690 Euro); dazu kommen ca. 3.500 Euro für Lehrsupervision abzgl. Ihrer Einnahmen für selbst erteilte Lernsupervision (exakte Honorare sind mit den Geschäftspartnern individuell auszuhandeln). Hinzu kommen individuelle Kosten für Literatur, Reisekosten, ggf. Übernachtung, Verpflegung etc. Der Semesterausweis berechtigt zur vergünstigten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Gebiet des Verkehrsverbundes. Die mit dem Studium verbundenen Kosten können als Fortbildungskosten in einem bereits ausgeübten Beruf steuerlich abzugsfähig sein.
  • Anerkannte Bildungseinrichtung
    Die Evangelische Hochschule Freiburg ist anerkannte Bildungseinrichtung nach dem Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg (PDF)

Module, Modulhandbuch

Der zweieinhalbjährige Studiengang ist modularisiert in insgesamt 11 Module, die in sich geschlossene Lehreinheiten bilden (s. Ablaufstruktur).

1. Semester
Modul 1.1 Einführungsveranstaltung
Modul 1.2 Lern-, Wahrnehmungs- und Rollenkonzepte der Person
Modul 2.1 Grundlagen der Supervision – Formen und Methoden I
Modul 8 Praxisprojekteinheit I
Modul 10.1 Selbstorganisierte Lernformen I

2. Semester
Modul 3 Theorie und Praxis der Supervision I
Modul 2.2 Grundlagen der Supervision – Formen und Methoden II
Modul 2.3 Grundlagen der Supervision – Formen und Methoden III
Modul 4.1 Sozialökologische Prozesse in der Supervision I
Modul 8 Praxisprojekteinheit I
Modul 10.1 Selbstorganisierte Lernformen I

3. Semester
Modul 4.2 Sozialökologische Prozesse in der Supervision II
Modul 4.3 Sozialökologische Prozesse in der Supervision III
Modul 5.1 Theorie und Praxis der Supervision II – Empirische Erforschung
Modul 9 Praxisprojekteinheit II
Modul 10.2 Selbstorganisierte Lernformen II

4. Semester
Modul 5.2 Theorie und Praxis der Supervision II – Ethik, Werte und Haltungen im professionellen Kontext
Modul 6 Organisation als Rahmen und Gestaltungsfeld von SV I
Modul 7 Organisation der Supervision
Modul 9 Praxisprojekteinheit II
Modul 10.2 Selbstorganisierte Lernformen II

5. Semester
Modul 10.2 Selbstorganisierte Lernformen
Modul 11 Masterprüfung (Masterthesis und Kolloquium)

Studieninhalte - ausführlich erläutert

Im Zentrum des Studiums steht die Qualifizierung für die fundierte supervisorische Beratungstätigkeit

  • Erwerb des aktuellen Stands der Theorie und Praxis zur Supervision
  • Beraterisches Handlungsrepertoire in den Settings: Einzelsupervision/Coaching; Gruppensupervision; Teamsupervision; Supervision von Abteilungen, Einrichtungen, Organisationen und in Netzwerken im Rahmen von Organisationsentwicklung
  • Akquisition und Durchführung von Beratungsprozessen
  • Wissenschaftlicher Diskurs / Forschungsarbeit
  • Entwicklung einer eigenen Berater*innen-Identität und berufspolitischen Haltung zum Berufsbild Supervisor*in

Qualifikation/ Kooperationen

Wir sind eine staatlich anerkannte Hochschule; unser Studiengang ist akkreditiert. Wir haben aufgrund fachlicher Anschlussfähigkeit und vergleichbarer Ausbildungsstandards Kooperationsverträge mit der DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision).

Arbeitsfelder

Studierende des Master-Studiengangs Supervision sind in den verschiedensten Berufen tätig und leben z.B. in Freiburg, Koblenz, Köln, Essen, Berlin, Potsdam, Leipzig, Zürich, Wien usw. Während des Studiums arbeiten sie in ihren Berufen weiter und kommen ca. alle 6-8 Wochen zu einem Blockseminar zu uns nach Freiburg (insgesamt für 53 Tage in zweieinhalb Jahren).

Unseren Supervisionsstudiengang nutzen Menschen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen als Möglichkeit der Weiterqualifikation. Neben Fachkräften mit den unterschiedlichsten sozial- und bildungswissenschaftlichen Qualifikationen gibt es auch Teilnehmende mit wirtschafts- und politikwissenschaftlichem, theologischem oder medizinischem Background.
Überwiegend nehmen Sozialarbeiter*innen, (Sozial-) Pädagog*innen und Psychotherapeut*innen teil, aber auch andere Berufsgruppen sind vertreten. Zuletzt z.B. eine Hebamme, eine Musikerin, ein Ingenieur, ein kommunaler Amtsleiter sowie leitende Angestellte aus Gesundheitseinrichtungen und aus der Industrie. Für sie ist das Studium bei uns in Freiburg durch folgende Faktoren attraktiv:

  • das akademische Niveau und das klare theoretische und methodische Profil der Ausbildung;
  • das breite Spektrum der Berufsgruppen und fachlichen Perspektiven, die im Studiengang unter Studierenden (22-24) und Dozierenden (ca. 15 mit sehr unterschiedlichen Expertisen und Feldkompetenzen) vertreten sind;
  • die Möglichkeit, Feldkentnisse in den Arbeitsfeldern der Kirchen und Ihrer Hilfswerke zu erwerben – diese bilden in Deutschland den größten Arbeitgeber nach der öffentlichen Hand und sind mit rund 800.000 Mitarbeitenden (ohne Ehrenamtliche) im Bereich sozialpsychologischer und agogische Dienstleistungen ein wichtiger Markt für Supervision.