Modul 1: Spracherwerb, Sprach- und Interaktionsbeobachtung sowie responsive Sprachbegleitung und -förderung
(mit Bezügen zu Sprache & Emotion sowie Sprache & Kognition)
Teilmodul 1.1: Die Kunst des Antwortens: Spuren in der Kita für das (Sprach-) Verstehen
Thematisiert wird die Sprachentwicklung insbesondere in Hinblick auf das sprachliche Verstehen als Basis der Sprachproduktion. Im Fokus stehen Alltags-Handlungen, wie die sprachverstehensorientierte Begleitung des kindlichen Spiels, sowie die verstehensorientierte Arbeit in den Lebensaktivitäten, in den Mikrotransitionen und in Alltags-Skripts. Insbesondere Visualisierungs- (Bilder, Piktogramme, Gebärden) und Interaktionsstrategien, wie beispielsweise der trianguläre Blickkontakt (Zollinger, 2015), Self- und Parallel-Talking werden behandelt. Weitere Inhalte sind u.a. Methoden zur Sprachverständnis-Sicherung, sowie die möglichen emotionalen Auswirkungen von Einschränkungen im Sprachverständnis auch bezogen auf Mehrsprachigkeit. Ein wichtiger Schwerpunkt ist zudem die sprachliche Bildung und Förderung explizit im Gruppenkontext.
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Dorothee Gutknecht, EH Freiburg, Dipl. Päd., Logopädin, Atem-Sprech- und Stimmlehrerin. Schwerpunkte: Responsivität, frühe sprachliche u. mathematische Bildung und Förderung, Mehrsprachigkeit, Sprach-, Sprech- & Kommunikationsstörungen, Inklusion.
Teilmodul 1.2: Der Welt eine Bedeutung geben: Spracherwerb und responsive Begleitung
Die Teilnehmer:innen erhalten einen Überblick zur Chronologie des Spracherwerbs und der Entwicklung im Kontext der verschiedenen Sprachebenen. Im Fokus stehen responsive Strategien zur Erweiterung der sprachlichen und kommunikativen Möglichkeiten des einzelnen Kindes sowie der Kindergruppe. Berücksichtigt werden dabei auch professionelle Responsivität, einschließlich kultureller Responsivität, in den Lebensaktivitäten und im Spiel der Kinder (Gutknecht, 2023). Vorgestellt werden multimodale Sprachbildungs- und Sprachförderungs-Strategien und -Methoden, Vorgehensweisen zur alltagsintegrierten Nutzung von Self- und Parallel Talking, sprachliche Gerüstbau-Strategien (Scaffolding), gemeinsam geteiltes Denken (= Sustained shared thinking), Korrektives Feedback, die Arbeit mit Wortlandschaften und Alltags-Skripts sowie die Entwicklung des Memory Talks zur frühen Erzählförderung.
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Dorothee Gutknecht, EH Freiburg, Dipl. Päd., Logopädin, Atem-Sprech- und Stimmlehrerin. Schwerpunkte: Responsivität, frühe sprachliche u. mathematische Bildung und Förderung, Mehrsprachigkeit, Sprach-, Sprech- & Kommunikationsstörungen, Inklusion.
Teilmodul 1.3: In Beziehung: Kommunikation und Sprache videobasiert beobachten
Im dritten Teilmodul steht die Beobachtung der Kompetenzentwicklung von pädagogischen Fachkräften in der kommunikativen und sprachlichen Begleitung von Kindern sowohl in den Schlüsselsituationen des Alltags (Lebensaktivitäten, Übergänge) als auch in Spielsituationen im Vordergrund. Aus der Unterrichtsforschung ist die videobasierte Analyse als wirksam belegt. Grundlage hierfür bildet die Marte Meo Methode, die insbesondere über Videographie arbeitet. Es werden stärkende und stützende Strategien in der Interaktion sichtbar gemacht. Im Marte Meo Ansatz kommen von der Spracherwerbsforschung als zentral beurteilte Strategien zum Einsatz wie Self- und Parallel Talking, wenngleich die Vorgehensweisen mit anderer Begrifflichkeit beschrieben sind.
Referentin: Christine Bader, Stuttgart, Dipl. Sozialpädagogin & Erzieherin, Bildungsreferentin, Marte Meo Supervisorin, Pikler®-Pädagogin.
Feedback im Prozess Modul 1: Förderpraxis Sprachverstehen & -produktion
Modul 1 schließt mit der Supervisionsveranstaltung „Feedback im Prozess“ ab. Diese dient der Reflexion des Praxistransfers in die Kindertageseinrichtung und knüpft an die im Modul bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben an. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung gezielter Strategien responsiver Sprachbegleitung zur Förderung der Sprachproduktion (z. B. Memory Talk) sowie die systematische Unterstützung des Sprachverstehens in der Einrichtung.
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Dorothee Gutknecht, EH Freiburg, Dipl. Päd., Logopädin, Atem-Sprech- und Stimmlehrerin. Schwerpunkte: Responsivität, frühe sprachliche u. mathematische Bildung und Förderung, Mehrsprachigkeit, Sprach-, Sprech- & Kommunikationsstörungen, Inklusion.
Modul 2: Pädagogischer Umgang mit Kindern mit Auffälligkeiten und Störungen der Sprache, des Sprechens, der Kommunikation (inkl. Kontext Sprache & Mathematik)
Teilmodul 2.1: Kinder mit Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen
Die Teilnehmer:innen erhalten einen Überblick über Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen im Kindesalter sowie über Beobachtungs- und Screeningverfahren bei Auffälligkeiten und Störungen. Insbesondere im Kontext von Mehrsprachigkeit wird thematisiert, dass bei Kindern Phasen mit reduziertem sprachlichem Output auftreten können (sog. Schweigephasen) und wie diese differenziert eingeordnet und pädagogisch angemessen begleitet werden können.
Neben theoretischen Grundlagen geht es gezielt um die Konsequenzen für den pädagogischen Alltag. Im Fokus stehen pädagogische Antwortmöglichkeiten sowie die grundsätzliche Frage nach Auftrag, Verantwortlichkeit und Grenzen pädagogischen Handelns. Zentral ist hierbei die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Einrichtungen im Sozialraum sowie mit verschiedenen Berufsgruppen im Kontext sprachlicher, sprechbezogener und kommunikativer Auffälligkeiten und Störungsbilder. Unter Einhaltung beruflicher Kompetenzgrenzen wird der Brückenbau zu Institutionen und Fachstellen, die Kinder und Familien unterstützen und weiterführende Hilfen anbieten können, als wesentliche Aufgabe herausgearbeitet.
Referentin: Prof.in Dr.in Dorothee Gutknecht, EH Freiburg, Dipl. Heil- und Sonderpädagogin, Logopädin, Atem-Sprech- und Stimmlehrerin
Teilmodul 2.2: Multidimensionale Förderzugänge zur Sprache
Im Teilmodul 2.2 stehen multidimensionale Zugänge zur Sprache im Fokus. Die in Modul 1 erarbeiteten responsiven Sprachbildungs- und Sprachförderstrategien werden aufgegriffen und auf unterschiedliche Zugangsweisen sowie auf die Begleitung von Kindern mit sprachlichen, kommunikativen und entwicklungsbezogenen Besonderheiten übertragen. Über Bewegung – auch im grafischen Raum – in Verbindung mit Sprechen, über Musik und Spiel, über Mathematisieren sowie über Projekte zur Erweiterung des Weltwissens werden vielfältige Zugänge zur Sprache erprobt, die auch im inklusiven Kontext umgesetzt werden können. In der Arbeit mit und an Fallbeispielen beschäftigen sich die Teilnehmer:innen zudem mit Risiken der Ausgrenzung betroffener Kinder in der Kindergruppe sowie mit angemessenen pädagogischen Umgangsweisen und Möglichkeiten zur Förderung von Teilhabe. Weitere Schwerpunkte bilden Entwicklungsberatung und Zusammenarbeit mit Eltern. Es wird herausgearbeitet, wie sprachlich-kommunikative, soziale und emotionale Aspekte im pädagogischen Alltag zusammengedacht werden können.
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Dorothee Gutknecht, EH Freiburg, Dipl. Päd., Logopädin, Atem-Sprech- und Stimmlehrerin. Schwerpunkte: Responsivität, frühe sprachliche u. mathematische Bildung und Förderung, Mehrsprachigkeit, Sprach-, Sprech- & Kommunikationsstörungen, Inklusion.
Teilmodul 2.3: Sprache und Mathematik
Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Sprache und früher mathematischer Bildung im Kita-Alltag. Kinder entdecken mathematische Zusammenhänge beim Sortieren, Vergleichen und Ordnen, im Umgang mit Mustern und Mengen sowie beim Zählen und beim Aufbau erster Zahlvorstellungen.
Gemeinsam wird betrachtet, wie Sprache mathematisches Denken unterstützt und wie pädagogische Fachkräfte diese Prozesse responsiv begleiten können. Die Teilnehmer:innen erproben alltagsnahe Materialien und entwickeln sprachlich begleitete Impulse für unterschiedliche Entwicklungsstände und inklusive Lerngelegenheiten.
Referent:innen: Louis Maieru ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Kita-Profil: Sprache mit dem Schwerpunktbereich Sprache & Mathematik.
Prof.in Dr.in phil. Dorothee Gutknecht, EH Freiburg, Dipl. Päd., Logopädin, Atem-Sprech- und Stimmlehrerin. Schwerpunkte: Responsivität, frühe sprachliche u. mathematische Bildung und Förderung, Mehrsprachigkeit, Sprach-, Sprech- & Kommunikationsstörungen, Inklusion.
Feedback im Prozess Modul 2: Falldokumentation und Förderplanung
In der Veranstaltung „Feedback im Prozess“ werden die im Modul bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben mit Blick auf ihre Umsetzung im Praxisfeld reflektiert, besprochen und diskutiert. (Referent:innen s.o)
Modul 3: Sprache im Projekt
Teilmodul 3.1: Die geteilte Phantasie: Methodenspektrum zum Erzählen
In Form von bildgestütztem und objektbezogenem Erzählen sowie durch die Exploration unterschiedlicher Erzähldramaturgien (von Minimal Stories bis zur komplexen Dramaturgie) werden die Erzählentwicklung und der Aufbau von Erzählkompetenzen unterstützt. Die Teilnehmer:innen erproben kollektives Erzählen, Fortsetzungsgeschichten, Geschichtenparcours und die Geschichtenwerkstatt. Zentrale Fragestellungen sind dabei: Wie können sich Spiel und Sprache, Körper und Wort gegenseitig befruchten? Wie können auch mehrsprachige Kinder sowie Kinder mit Sprachförderbedarf zu Erzähler:innen ihrer eigenen Geschichten werden? Erzählen wird als wesentliche Grundlage für Selbstkonstruktion und autobiografisches Selbst verstanden.
Referentin: Stefanie Jerg-Guiffès, Freiburg, M.A. Sprach-, Kommunikations- und Literaturwissenschaften, Theaterpädagogin, Weiterbildnerin, 2012-2023 Lehrbeauftrage EH Freiburg
Teilmodul 3.2: Sprache – Natur – Medien: Von haptischen zu digitalen Zugängen zur Sprache
Im Teilmodul 3.2 stehen haptische und digitale Wege zur Sprache sowie die Verknüpfung verschiedener Bildungsbereiche durch sprachbezogene Projektarbeit im Fokus. Natur und Medien bilden dabei didaktische Zugänge für sprachliche, mathematische und naturwissenschaftliche Bildungsanlässe. Die Medienarbeit erfolgt insbesondere über Fotografie und Audioaufnahmen im Freien. Zentrale Ziele sind, Naturerleben und Medienerfahrungen in einen Zusammenhang zu bringen, Sprache als Brücke zwischen scheinbaren Gegensätzen zu erleben und Natur sowie Medien als Möglichkeiten zur Gestaltung von Sprachanlässen in Projekten zu nutzen. Darüber hinaus geht es darum, Sprachförderung über die Schulung auditiver Wahrnehmung zu realisieren sowie Umsetzungsbeispiele und didaktische Möglichkeiten kennenzulernen und auf die eigene Praxis zu übertragen.
Referentin: Anina Dürmüller Frei, B.A. Kindheitspädagogin, Grundschullehrerin, Leitung Fachberatung Sprache, Inklusion und Familienzentren, Stadt Freiburg, mehrjährige Leitung einer Waldkita
Feedback im Prozess Modul 3.1: Die geteilte Phantasie: Erzählprojekte, Erzählförderung
In der Veranstaltung „Feedback im Prozess“ werden die im Teilmodul bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben mit Blick auf ihre Umsetzung im Praxisfeld reflektiert, besprochen und diskutiert. Die Teilnehmer:innen reflektieren ihre Rolle als Multiplikator:innen bei der Einführung und Begleitung sprachbezogener Methoden und Projekte im Team.
Referentin: Stefanie Jerg-Guiffès, Freiburg, M.A. Sprach-, Kommunikations- und Literaturwissenschaften, Theaterpädagogin, Fachbuchautorin, Lehrbeauftrage
Feedback im Prozess Modul 3.2: Sprache – Natur – Medien: Von haptischen zu digitalen Zugängen zur Sprache
In der Veranstaltung „Feedback im Prozess“ werden die im Teilmodul bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben mit Blick auf ihre Umsetzung im Praxisfeld reflektiert, besprochen und diskutiert. Der Schwerpunkt in Teilmodul 3.2 liegt auf einer Praxis- und Transferaufgabe zur Durchführung eines Projekts im Kontext Sprache-Natur-Medien. Die Teilnehmer:innen reflektieren ihre Rolle als Multiplikator:innen bei der Einführung und Begleitung sprachbezogener Methoden und Projekte im Team.
Referentin: Anina Dürmüller Frei, B.A. Kindheitspädagogin, Grundschullehrerin, Fachberatung Sprache, Stadt Freiburg, mehrjährige Leitung einer Waldkita
Modul 4: Perspektiven der Mehrsprachigkeit
Teilmodul 4.1: Mehrsprachigkeit
Im Fokus stehen der pädagogische Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Einrichtung sowie Besonderheiten des Spracherwerbs bei mehrsprachigem Aufwachsen. Insbesondere die kritische Reflexion verbreiteter Mythen zur mehrsprachigen Erziehung ist ein zentraler Bestandteil des Teilmoduls. Anregende Fragestellungen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise: Wie gehen wir in der Kita mit typischen Herausforderungen um, z. B. mit dem Phänomen des Code-Switchings oder mit Situationen, in denen sich Kinder in sprachbezogenen Gruppen zum Spielen zusammentun?
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Anke Buschmann, Hochschule Nordhausen, Dipl. Psychologin, wissenschaftliche Gesamtleitung des Zentrums für Entwicklung und Lernen, ZEL, Heidelberg
Teilmodul 4.2: Zusammenarbeit mit ein- und mehrsprachigen Eltern
In Teilmodul 4.2 setzen sich die Teilnehmer:innen mit der Zusammenarbeit mit ein- und mehrsprachigen Eltern und Familien in der Einrichtung auseinander. Eine grundlegende Methode ist hier die Erfassung des Sprachenkonzepts der Familie. Dies kann als Einstieg in eine kooperative Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Familien genutzt werden (Wer spricht mit wem welche Sprache? Wer antwortet in welcher Sprache? Wie viel Zeit entfällt auf welche Sprache?) Thematisiert wird außerdem der Umgang mit Code-Switching in mehrsprachigen Familien. Weitere Inhalte sind Sozialraumorientierung im Kontext von Mehrsprachigkeit sowie Entwicklungsberatung mit Bezug auf mehrsprachiges Aufwachsen.
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Anke Buschmann, Hochschule Nordhausen, Dipl. Psychologin, wissenschaftliche Gesamtleitung des Zentrums für Entwicklung und Lernen, ZEL, Heidelberg
Teilmodul 4.3: Diversitätssensible Förderung von Literacy-Kompetenzen im analogen und digitalen Raum
Unter der Perspektive einer diversitätssensiblen Förderung von Literacy-Kompetenzen werden in Teilmodul 4.3 Bilderbücher als Spiegel für und Fenster zu kindlichen Lebenswelten in den Blick genommen. Dabei stellen sich u. a. folgende Fragen: Ist das Bilderbuchsortiment der Einrichtung zeitgemäß? Welche Werte und Normalitätsvorstellungen werden vermittelt? Ziel ist es, kritisches Denken als Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts über Sprache anzuregen und eine dialogische Haltung in der pädagogischen Arbeit zu stärken. Die Teilnehmer:innen werden angeregt, mit Kindern authentisch und auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen, z. B. in Form des dialogischen Lesens. Schwerpunkte des Teilmoduls sind:
- diskriminierungskritische Bildung und Vielfalt im Bilderbuch,
- vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung,
- dialogische Bilderbuchbetrachtung,
- Literacy und Raumgestaltung,
- Bilderbücher im digitalen Raum (Apps & Co.),
- Zuhörförderung und „innerer Film“,
- Kinder als Leser:innen und Produzent:innen eigener digitaler Buchformate.
Referentin: Milly Mille, München, B.A. Kindheitspädagogin, Fachreferentin Frühpädagogik, Kinderbuchautorin
Feedback im Prozess Teilmodule 4.1 und 4.2: Mehrsprachigkeit / Zusammenarbeit mit ein- und mehrsprachigen Eltern
In der Veranstaltung „Feedback im Prozess“ werden die in den Teilmodulen bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben mit Blick auf ihre Umsetzung im Praxisfeld reflektiert, besprochen und diskutiert. Reflektiert werden insbesondere Erfahrungen in der methodengestützten Zusammenarbeit mit Familien.
Referentin: Prof.in Dr.in phil. Anke Buschmann, Hochschule Nordhausen, Dipl. Psychologin, wissenschaftliche Gesamtleitung des Zentrums für Entwicklung und Lernen, ZEL, Heidelberg
Feedback im Prozess Teilmodul 4.3: Diversitätssensible Förderung von Literacy-Kompetenzen im analogen und digitalen Raum, Literacy Projekt
In der Veranstaltung „Feedback im Prozess“ werden die in dem Teilmodul bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben mit Blick auf ihre Umsetzung im Praxisfeld reflektiert, besprochen und diskutiert. Die Gruppenreflexion erfolgt in der Veranstaltung.
Referentin: Milly Mille, München, B.A. Kindheitspädagogin, Fachreferentin Frühpädagogik, Kinderbuchautorin
Modul 5: Implementierung des Profils Sprache in die Gesamtkonzeption – Organisation und Team im Kontext-Auftrag Sprachprofil
Modul 5 nimmt die Multiplikator:innenfunktion der Teilnehmer:innen im Kontext sprachlicher Bildung und Sprachförderung explizit in den Blick. Im Zentrum stehen die Implementierung des Profils Sprache in die Gesamtkonzeption der Kindertageseinrichtung sowie die damit verbundenen Aufgaben in den Bereichen Teamkommunikation, Rollenklärung, Interaktionsreflexion und Prozessbegleitung. Dazu werden konkrete Interaktionen sowie die dialogische Haltung der Teilnehmer:innen in der Arbeit mit Erwachsenen beobachtet und reflektiert.
Teilmodul 5.1: Reflexionsgespräche mit Erwachsenen dialogisch gestalten
Dieses Teilmodul fokussiert die Rolle der Teilnehmer:innen als Multiplikator:innen. Ziel ist es, die Inhalte der Weiterbildung in die Einrichtung zu tragen sowie konzeptionelle Entwicklungen und Veränderungen in der pädagogischen Haltung und im pädagogischen Handeln anzuregen. Dazu reflektieren die Teilnehmer:innen Entwicklungs- und Dialogprozesse mit Erwachsenen und erarbeiten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, zu kollegialem Feedback sowie zum Umgang mit möglichen Widerständen. Betrachtet werden auch Chancen und Herausforderungen, die mit der Multiplikator:innenfunktion verbunden sind. Die Teilnehmer:innen erhalten theoretische Zugänge zum Thema Dialog und dialogische Haltung. Auf dieser Grundlage können sie ein (Selbst-) Verständnis ihrer Rolle und Funktion als Fachkraft für Sprache und Kommunikation innerhalb der Einrichtung entwickeln und werden für unterschiedliche Rollen, Erwartungen und Aufgaben im Team sensibilisiert.
Referentin: Katrin Schmieder, Freiburg, B.A./M.A. Kindheitspädagogin, Prozessberaterin & Weiterbildnerin. Multiplikatorin zur Stärkung von Kita-Teams in der Begegnung mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrung, personenzentrierte Spieltherapie (GwG e.V.)
Teilmodul 5.2: Professionelle Responsivität im Team und Reflexion von Interaktionsgelegenheiten
In diesem Teilmodul steht die Reflexion des Interaktionshandelns im Fokus – sowohl auf der Ebene der Teilnehmer:innen selbst (Selbsterfahrung/Selbstreflexion) als auch auf Teamebene. Die Teilnehmer:innen lernen das Beobachtungs- und Reflexionsverfahren „Gestaltung von Interaktionsgelegenheiten im Alltag (GInA)“ kennen (Weltzien et al., 2018) und erproben es anhand spezifischer Videosequenzen aus dem pädagogischen Alltag. Im Kontext Professioneller Responsivität im Bereich Sprache werden Aspekte professionellen Feedback videogestützt reflektiert (Gutknecht 2028, in Vorbereitung).
Referentin: Katrin Schmieder, Freiburg, B.A./M.A. Kindheitspädagogin, Prozessberaterin & Weiterbildnerin. Multiplikatorin zur Stärkung von Kita-Teams in der Begegnung mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrung, personenzentrierte Spieltherapie (GwG e.V.)
Feedback im Prozess Modul 5: Teamprozesse, Teamreflexion und Rollenklärung
Es werden die im Modul bearbeiteten Transfer- und Praxisaufgaben mit Blick auf ihre Umsetzung im Praxisfeld reflektiert, besprochen und diskutiert. Der Schwerpunkt liegt in Modul 5 auf Teamprozessen, Teamreflexion und Rollenklärung im Rahmen der Multiplikator:innenfunktion.
(Referentin s.o.)