Problemanalysen und religionspädagogische Perspektiven
Bibelwissenschaftlicher Studientag zum Antisemitismus
Der Studientag fragt nach antijüdischen Lesarten biblischer Texte in deren Rezeptions- und Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen die Konstruktion eines Gegensatzes von Jesus und „den Juden“ sowie das falsche, aber wirkmächtige Stereotyp vom Judentum als „Gesetzesreligion“ gegenüber dem Christentum als „Erlösungsreligion“. Dass solche Deutungen exegetisch und historisch nicht haltbar sind, zeigt sich im Horizont neuerer Forschungen zu den Entstehungskontexten des frühen Christentums und zu Paulus. Gleichwohl bleiben diese Stereotype bis heute wirksam und anschlussfähig für antisemitische Argumentationsmuster. Deshalb werden religionspädagogische Konsequenzen für ein interreligiöses Lernen diskutiert, das für Antisemitismus sensibilisiert ist. Ziel ist eine historisch informierte, theologisch differenzierte und ethisch verantwortete Bibelauslegung, die anderen Religionen und nichtreligiösen Wirklichkeitsdeutungen mit Respekt, Differenzsensibilität und Dialogbereitschaft begegnet.
Programm
8:30 Ankommen
9:00 Prof.in Dr.in Anni Hentschel, Prof.in Dr.in Eva Jenny Korneck
Begrüßung und Einführung mit Problemskizze
9:30 Prof. Dr. Michael Bachmann
The New Perspective on Paul und die „Werke des Gesetzes“ (Röm 3; Gal 2-3)
Fragen und Diskussion
10:30 Kaffeepause
11:00 Prof. Dr. Ferdinand R. Prostmeier
Antijüdische Polemik im Zweiten Jahrhundert
Fragen und Diskussion
12:00 Prof. Dr. Meinrad Walter
„Die Juden aber …“ – Scheinbar oder wirklich antijüdische Klänge in Werken berühmter Barockkomponisten
Fragen und Diskussion
13:00 Mittagspause
14:00 Prälat Dr. Marc Witzenbacher
Röm 10,4 (Christus das „Ende/Ziel des Gesetzes“) und Gal 6,16 („Friede und Erbarmen, auch über das Israel Gottes“): zwei Paulusaussagen von erheblicher Relevanz und Wirkung
Fragen und Diskussion
15:00 Prof.in Dr.in Eva Jenny Korneck, Prof. Dr. Axel Wiemer
Religionspädagogische Perspektiven
16:00 Plenum und Abschluss incl. Feedback
16:30 Ende
Anmeldung
an evajenny.korneck@eh-freiburg.de und anni.hentschel@eh-freiburg.de bis 20. Oktober 2026
Foto oben: Campus EH Freiburg, Foto: Andreas Lörcher
Ansprechperson
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Prof.in Dr.in habil. Anni Hentschel
Professur Neues Testament / Diakoniewissenschaft; Dekanin Fachbereich II; Ansprechperson für Fragen im Zusammenhang mit sexueller Belästigung; Mitglied im Promotionszentrum BW-CAR des Promotionsverbands der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg · Fachbereich II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft
Prof.in Dr.in habil. Anni Hentschel
Professur Neues Testament / Diakoniewissenschaft; Dekanin Fachbereich II; Ansprechperson für Fragen im Zusammenhang mit sexueller Belästigung; Mitglied im Promotionszentrum BW-CAR des Promotionsverbands der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg · Fachbereich II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft
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Prof.in Dr.in Eva Jenny Korneck
Professur für Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Altes Testament; Studiengangsleitung M.A. Religionspädagogik · Fachbereich II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft
Prof.in Dr.in Eva Jenny Korneck
Professur für Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Altes Testament; Studiengangsleitung M.A. Religionspädagogik · Fachbereich II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft
