Der Weg in die Professionalität: Umfangreiche Berufspraxis schon während des Studiums
Berufspraxis und Studium sind an der EH Freiburg eng verzahnt. Die drei Praxisämter begleiten Studierende, Praxiseinrichtungen und Lehrende und schaffen den Rahmen dafür, dass aus Praxiserfahrung fachliche Orientierung und professionelle Handlungskompetenz werden. Dagmar Hensel-Gebhard, Leitung Praxisamt und Studienfachberatung, und Prof.in Dr.in Isabelle Ihring, praxisbeauftragte Professorin, erklären, warum die im Studium integrierte Berufspraxis so wichtig für die Entwicklung von Professionalität der Studierenden ist.

Studierende der EH Freiburg; Foto: Marc Doradzillo

Studierende der Sozialen Arbeit lernen in den Praxisphasen, was sich im Seminar allein nicht vermitteln lässt. Professorin Isabelle Ihring erklärt das so: „Die Studierenden kehren aus dem Praxissemester mit weitreichenden Erfahrungen darüber zurück, wie Soziale Arbeit im Alltag aussieht. Diese helfen ihnen, Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen: etwa bei der Anwendung rechtlicher Grundlagen, bei
den Folgen von (Mehrfach-)Diskriminierungen für den Lebensalltag der Menschen oder bei politischen Sparmaßnahmen und ihren Auswirkungen auf Benachteiligte. Im Praxissemester wird für die Studierenden greifbar, wie komplex Problemlagen sind und dass es für die Lebenssituationen der Menschen meist keine einfachen Antworten gibt. Auf diesen Erfahrungen aufbauend, fällt es ihnen leichter zu verstehen, warum wir Theorien und Methoden brauchen, um solche Zusammenhänge zu analysieren, und dass der Rückgriff auf unsere Bezugsdisziplinen – beispielsweise Psychologie, Pädagogik, Soziologie oder Ethik – unverzichtbar ist.“
Der Rückgriff auf unsere Bezugsdisziplinen – beispielsweise Psychologie, Pädagogik, Soziologie oder Ethik – ist unverzichtbar.
Isabelle Ihring

Wünschenswert ist eine am Lebensbedarf orientierte Praktikumsvergütung.
Dagmar Hensel-Gebhard hat ganz konkrete Vorstellungen, was erforderlich ist, damit die Studierenden in den Praxiseinrichtungen gute Lernorte vorfinden: „Für unsere Studierenden wünsche ich mir, dass sie im praktischen Studiensemester von motivierten, berufserfahrenen Fachkräften der Sozialen Arbeit angeleitet werden, die dafür genügend Zeitressourcen haben. Die Anleitenden sollten fördern und fordern, ohne zu überfordern, und die Studierenden je nach individuellem Lernfortschritt in die berufliche Praxis integrieren. Wünschenswert ist zudem eine lebensbedarfsorientierte Praktikumsvergütung, die leider nicht üblich ist. Studierende müssen daher neben dem Vollzeitpraktikum zusätzlich für ihren Lebensunterhalt jobben.“
Dagmar Hensel-Gebhard
Hintergrund
Das Studium an der Evangelischen Hochschule bereitet sehr gut auf die Arbeitswelt vor. Der enge Praxisbezug sichert, nicht am Markt vorbei zu studieren. Die drei Praxisämter der Bachelorstudiengänge beraten Studierende, Praxiseinrichtungen, Dozierende und Anleiter*innen. In allen Bachelorstudiengängen sind Praxissemester und weitere Praxisphasen eingebaut. Alle Praxiszeiten werden intensiv begleitet
und theoretisch vertieft. Im Interview wird das am Beispiel des B. A. Soziale Arbeit erläutert.
Das vollständige Interview mit Isabelle Ihring und Dagmar Hensel-Gebhard
gibt es vollständig im aktuellen Hochschulmagazin ev.olve VERÄNDERUNG.
Das gedruckte Magazin kann hier bestellt werden.
Ansprechpersonen
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Prof.in Dr.in Isabelle Ihring
Professur Jugend und Soziale Arbeit; Studiengangsleitung B. A. Soziale Arbeit · Fachbereich I Soziale Arbeit
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Dagmar Hensel-Gebhard
Leitung Praxisamt B.A. Soziale Arbeit, Studienfachberatung B.A. Soziale Arbeit · Fachbereich I Soziale Arbeit