Selbst ein Zukunftsmodell Kita 2036 entwerfen und vor Publikum pitchen – wir verstehen Praxis umfassend
Wie sieht eine Kita oder der Ganztag im Jahr 2036 aus, wenn wir heute den Mut haben, Kindheit neu zu denken? Wie muss ein Ganztag oder eine Kita gestaltet sein, damit Kinder nicht nur betreut, sondern beteiligt, ihre Entwicklung umfassend unterstützt werden? Welche Räume brauchen Kinder? Welche Fachkräfte? Welche Formen der Zusammenarbeit mit Familien und dem Sozialraum? Und wie kann eine solche Zukunft überhaupt finanziert und rechtlich ermöglicht werden? Auf diese Fragen suchen Studierende im 2. Semester Kindheitspädagogik Antworten.

Studierende auf dem Campus der EH Freiburg, Foto: Marc Doradzillo
„In Kleingruppen entwickeln unsere Studierenden während eines ganzen Semesters ein eigenes, hoch innovatives Zukunftsmodell – entweder für eine Kita oder für einen Ganztag. Dabei bekommen sie keinen vorgefertigten Lösungsweg von uns“, erklärt Dozentin Sibylle Fischer. „Sie müssen recherchieren, analysieren, bewerten, konzipieren, rechnen, diskutieren, argumentieren, eigenständig Beratung einfordern und immer wieder die Frage stellen: Was brauchen Kinder und Familien in der Zukunft – und wie können wir dafür heute die richtigen Strukturen schaffen?
Dabei entsteht ein ganzheitliches Konzept, in dem sich der Innovationsgedanke wie ein roter Faden durch alle Bereiche zieht: von den rechtlichen und fachlich-normativen Grundlagen, den historischen Wurzeln über die Kultur des Aufwachsens bis hin zu pädagogischem Profil, Betreuungsangebot, Personal, Finanzierung und Trägerstruktur.
Die Studierenden beschäftigen sich dabei unter anderem mit zukunftsfähigen pädagogischen Konzepten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung, Kinderrechten, neuen Formen der Zusammenarbeit mit Familien, Sozialraumorientierung, nachhaltigen und flexiblen Raumkonzepten, multiprofessionellen Teams, Fragen der Professionalisierung, rechtlichen Rahmenbedingungen und tragfähigen Finanzierungsmodellen.
Sie eignen sich dabei nicht nur Fachwissen an. Sie lernen, komplexe Zusammenhänge zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und aus wissenschaftlichen Erkenntnissen eigene, begründete Konzepte zu entwickeln.
Und dann wird es ernst
sagt Sibylle Fischer. Denn am Semesterende wird gepitcht: Die Studierenden präsentieren vor einem großen Publikum aus Trägervertreter:innen, Vertreter:innen der Stadt Freiburg, Kommiliton:innen und Schüler:innen von Gymnasien mit sozialpädagogischer Ausrichtung.
Da geht es nicht nur um Innovation, um gutes fachliches Arbeiten, um Netzwerken und um einen Realitätscheck, sondern es geht auch um überzeugendes Präsentieren und Überzeugen! Sibylle Fischer: „‚Praxis‘ im Studium verstehen wir an der Evangelischen Hochschule ganz umfassend. Wir verbinden praktische Arbeit mit Kindern und theoriebasierte pädagogische Entscheidungen. In allen Semestern sind Praxisbezüge integriert.“
Dieses besondere Lehrformat findet seit 13 Jahren im Bachelor Kindheitspädagogik statt. Der Studiengang Kindheitspädagogik bildet für Tätigkeiten mit Kindern zwischen 0 und 14 Jahren und deren Bezugspersonen aus. Innerhalb des Studiums fokussieren sich einzelne Lehrangebote auf verschiedene Altersgruppen und Handlungsfelder.
Mehr Info
Selbst das Zukunftsmodell Kita 2036 entwerfen – auch das gehört bei uns zum Studium im 2. Semester im B.A. Kindheitspädagogik
Ansprechperson
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Sibylle Fischer M.A.
Kindheitspädagogik; Geschäftsstellenleitung Chancen-gleich! am ZfKJ (IAF); CELIS-Beauftragte · Fachbereich III Pädagogik und Supervision
Sibylle Fischer M.A.
Kindheitspädagogik; Geschäftsstellenleitung Chancen-gleich! am ZfKJ (IAF); CELIS-Beauftragte · Fachbereich III Pädagogik und Supervision