Von der Sozialraumanalyse zum Kinder- und Familienzentrum – Studierende gestalten Zukunft in Freiburg-Tiengen
Wie entsteht ein Kinder- und Familienzentrum, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert? Die Antwort lautet: indem der Sozialraum gemeinsam mit den Menschen erkundet wird, die ihn leben und gestalten.

Studierende BA Kindheitspädagogik, Foto: Sibylle Fischer
Studierende aus dem 6. Semester im Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik der Evangelischen Hochschule Freiburg präsentierten am 15. Juli in der Tuniberghalle die Ergebnisse ihrer umfassenden Sozialraumanalyse für den Stadtteil Freiburg-Tiengen.
Ausgangspunkt des Studienprojekts war die Initiative von Anja Schönthaler und Corinna Burkart von der Evangelischen Kirche Freiburg, die Entwicklungsmöglichkeiten für ein kooperatives Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) von der Evangelischen Hochschule wissenschaftlich zu erkunden.
Im Rahmen des Studienprojekts erhoben die Studierenden unter Leitung von Sibylle Fischer, Dozierende im Bachelor-Studiengang, in sechs Forschungsgruppen die Grundlagen, die für eine beteiligungsorientierte Entwicklung eines KiFaZ erforderlich sind. Mit einer differenzierten Infrastrukturkartierung, einer Netzwerkanalyse der lokalen Akteur*innen sowie Interviews, subjektiven Landkarten und einer breit angelegten Fragebogenerhebung wurden die Perspektiven von Leitungen der Bildungseinrichtungen, Fachkräften, Eltern, Kindern, Vereinsvertreter*innen, dem Ortsvorsteher und weiteren Akteur*innen im Stadtteil systematisch erfasst und sozialräumlich ausgewertet.
Sibylle Fischer: „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll: Ein Kinder- und Familienzentrum kann nur dann nachhaltig wirken, wenn es auf den tatsächlichen Lebenslagen, Ressourcen und Bedarfen der Menschen vor Ort aufbaut.“ Die Präsentation der Sozialraumanalyse brachte viele neue Perspektiven für die geladenen Gäste – darunter Anja Schönthaler vom Evangelischen Dienstleistungszentrum Südbaden (Dezernat Kindertageseinrichtungen), Ortsvorsteher Oliver Schlatter, Mitglieder des Ortschaftsrats sowie Vertreter*innen von Vereinen, Bildungseinrichtungen und Familien aus Tiengen.
„Die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit, die professionelle Datenerhebung und die daraus entwickelten Handlungsempfehlungen machten deutlich, welchen wertvollen Beitrag Studierende bereits im Studium für kommunale Entwicklungsprozesse leisten können“, betont Fischer.
Im Laufe des Juli werden die Ergebnisse dem Ortschaftsrat Freiburg-Tiengen vorgestellt. Die sozialräumlichen Grundlagen für die Entwicklung eines kooperativen Kinder- und Familienzentrums liegen mit dieser Analyse vor. Fischer ergänzt: „Jetzt beginnt der nächste Schritt: Gemeinsam mit den Menschen vor Ort aus Erkenntnissen konkrete Zukunft zu gestalten.“
Ansprechperson
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Sibylle Fischer M.A.
Kindheitspädagogik; Geschäftsstellenleitung Chancen-gleich! am ZfKJ (IAF); CELIS-Beauftragte · Fachbereich III Pädagogik und Supervision
Sibylle Fischer M.A.
Kindheitspädagogik; Geschäftsstellenleitung Chancen-gleich! am ZfKJ (IAF); CELIS-Beauftragte · Fachbereich III Pädagogik und Supervision