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Call for Papers – Zwischen Repression und Konflikt: Autoritärer Wandel und seine gesellschaftlichen Konsequenzen

Datum
10.03. – 12.03.2027
Ort
Evangelische Hochschule Freiburg
Kategorie
Tagung

Kolloquium 2027 der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) in Kooperation mit dem Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg

Foto: Studierende der EH Freiburg; Marc Doradzillo

Erosionsprozesse demokratischer Ordnungen

Die gegenwärtige politische Weltordnung ist durch tiefgreifende Spannungen und Wandel gekennzeichnet. Neben der wachsenden Zahl an autoritären Regimen lassen sich auch in etablierten Demokratien Erosionsprozesse beobachten, die institutionelle Kontrolle, politische Pluralität und rechtsstaatliche Prinzipien einschränken. Diese Erosionsprozesse demokratischer Ordnungen wirken sich auf innerstaatliche und internationale Konfliktdynamiken aus: Protestbewegungen geraten unter Druck, werden teils gewaltsam bekämpft und zivilgesellschaftliche Organisationen der Demokratieförderung werden nicht mehr finanziert und verlieren dadurch an Handlungsspielräumen.

Das Kolloquium widmet sich diesen Dynamiken im Spannungsfeld von antidemokratischem Wandel, Autoritarismus, Konflikt und Frieden. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf dem globalen und transnationalen Konfliktgeschehen, sondern ebenso auf den europäischen und deutschen Verhältnissen.

Angesichts multipler globaler Krisen, zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung, wachsender demokratiefeindlicher Tendenzen und der Verbreitung von Desinformation stellt sich die Frage, wie Demokratie im Alltag gestaltet, gestärkt und weiterentwickelt werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung und Diskussion von politischen Ordnungen, ihren Folgen für das gesellschaftliche Miteinander sowie möglichen Strategien der Prävention und des Widerstandes. Darüber hinaus werden auch die Handlungspotentiale der Friedens- und Konfliktforschung selbst kritisch reflektiert, deren Rolle und Verantwortung in gegenwärtigen Transformationsprozessen durchaus unterschiedlich bewertet werden.

Kooperationspartner und thematische Schwerpunkte

Die AFK kooperiert für das Kolloquium 2027 mit dem Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg. Die Friedenspädagogik und nahe Disziplinen wie die Soziale Arbeit bilden daher einen besonderen Schwerpunkt. Mit anwendungsorientierter Ausrichtung richten sie ihren Blick – neben der Analyse gesellschaftlicher und gesellschaftspolitischer Verhältnisse unter Berücksichtigung globaler Entwicklungen – insbesondere auf die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Praxis. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach den Bedingungen und Ansätzen, unter denen sich angesichts autoritärer Tendenzen individuelle und gesellschaftliche Handlungsräume eröffnen, demokratische Aushandlungsprozesse stärken und friedenspädagogische Beiträge zur professionellen Bearbeitung von Konflikten in lokalen Sozialräumen leisten lassen, die bislang von der Friedens- und Konfliktforschung wenig berücksichtigt werden.

Termin/Ort

Das Kolloquium 2027 findet vom 10.-12. März 2027 in der Evangelischen Hochschule Freiburg statt.
www.eh-freiburg.de/anfahrt (inkl. Pläne für barrierefreien Zugang)

Call for Papers/Panels

Einreichungen von Beiträgen und Panels zu allen Themen der Friedens- und Konfliktforschung sind willkommen. Nähere Informationen zu den Themen etc. finden Sie in diesem Dokument

Papers/Panels können Sie hier einreichen

Weitere Informationen

Ab Dezember 2026 finden Sie weitere Informationen zum Programm, Anmeldung etc. hier

  • Prof.in Dr.in Melanie Hussak

    Professur Friedensforschung mit Schwerpunkt Friedensbildung; Leitung Friedensinstitut Freiburg; Studiengangsleitung M.A. Friedenspädagogik; Leitung Freiburger Institut für Menschenrechtspädagogik (FIM); Beauftragte für Nachhaltige Hochschule · Fachbereich II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft

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