Symbolbild: Campus EH Freiburg, Foto: Marc Doradzillo
Bündnisse für eine plurale, demokratische und sozial gerechte Gesellschaft
Forschungsergebnisse – praktische Erfahrungen – Austausch
Aktuelle Untersuchungen zu extrem rechten Einflussnahmen auf die Soziale Arbeit und die Zivilgesellschaft (Jänicke et al 2025; Meyer et al 2026) zeigen, dass Akteur*innen der AfD systematisch versuchen, sozialarbeiterische Praxis zu delegitimieren, Träger und Verbände zu verunsichern und bestehende Strukturen demokratischer Teilhabe anzugreifen – etwa durch parlamentarische Initiativen, öffentliche Kampagnen und gezielte Skandalisierungen.
Extrem rechte Akteur*innen nehmen gezielt Einfluss auf die Zivilgesellschaft und nutzen dafür neben offen konfrontativen Strategien, wie z.B. Angriffe auf CSD-Demonstrationen oft auch einen kooperativen Modus, z.B. durch die Schaffung Sportangeboten oder durch Einflussnahmen in bestehenden Strukturen. Dadurch verschieben sich nachhaltig zentrale Werte, Normen du Beziehungsstrukturen in den betroffenen Räumen. Zugleich machen die Studien deutlich, wie unterschiedlich diese Angriffe vor Ort auftreten und welche Gegenstrategien bereits erprobt wurden, von breiten Bündnissen im Stadtteil bis hin zu institutionellen Schutzvorkehrungen.
In der Veranstaltung sollen diese Erfahrungen aufgegriffen und gemeinsam diskutiert werden: Wie lassen sich tragfähige Bündnisse zwischen Sozialer Arbeit und Zivilgesellschaft aufbauen, die sowohl solidarisch als auch strategisch klug sind? Welche Erfahrungen gibt es bereits in lokalen Kontexten mit langjährigem Engagement du mit ausgeprägter extrem rechten Dominanz? Und wie können Handlungsansätze so weiterentwickelt werden, dass sie an die jeweiligen lokalen Kontexte, institutionellen Rahmenbedingungen und professionellen Logiken angepasst sind?
Literaturhinweise
- Jänicke, Christin/Gunzelmann, Hans Jonas (2025). Konflikt oder Kooperation? Extrem rechte Einflussnahme in der Zivilgesellschaft. In: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (Hg.). Wissen schafft Demokratie. Schwerpunkt Uncivil Society – „Schattenseiten“ der Zivilgesellschaft, Band 17. Jena, 44–55.
- Meyer, M., Möller, C., Wéber, J., Mülling, E. & Krüger, C. (2026). Parlamentarische Strategien der AfD gegen die Soziale Arbeit. Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich (2020–2025) (Working Paper der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 424) idw-online.de.
Referent*innen
- Judith Porath, Aktionsbündnis Brandenburg
- Christin Jännicke, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung
- Gesa Köbberling, Evangelische Hochschule Freiburg
Veranstalter
Evangelische Hochschule Freiburg, Prof.in Dr.in Gesa Köbberling
Reihe DEMOKRATIE IN GEFAHR?!
Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Netzwerks BiWiT im Wintersemester 2026/27: „DEMOKRATIE IN GEFAHR?! Analysen, Argumente und Gegenstrategien im Kontext von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“. Das Programm ist hier online.
Online-Anmeldung
über den Button oben auf dieser Seite bis 11.11.2026, 13:00 Uhr. Wir verschicken den Zoomlink wenige Tage vor der Veranstaltung.
Keine Gebühren
Die Teilnahme ist frei.
Ansprechperson an der EH Freiburg
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Prof.in Dr.in Gesa Köbberling
Dekanin Fachbereich I Soziale Arbeit; Beauftragte für Geflüchtete · Fachbereich I Soziale Arbeit
Prof.in Dr.in Gesa Köbberling
Dekanin Fachbereich I Soziale Arbeit; Beauftragte für Geflüchtete · Fachbereich I Soziale Arbeit
