Friedenspädagogik / Peace Education · Master of Arts
Der akkreditierte Master Friedenspädagogik / Peace Education ist der erste friedenswissenschaftliche Studiengang in Deutschland mit dezidiert friedenspädagogischem Schwerpunkt. Das Masterstudium umfasst praxisorientierte Lehre und anwendungsorientierte Forschung. Dadurch wird die Friedenspädagogik als wissenschaftlich fundiertes Studienfach etabliert. Die an der Hochschule vorhandenen Expertisen zu Sozialer Arbeit, Politikwissenschaft, Psychologie, Kindheitspädagogik, Theologie und Religionswissenschaft und Philosophie werden mit Bezug zur Friedenspädagogik in die Lehre eingebracht.
Der deutschsprachige Studiengang zeichnet sich durch eine gleichermaßen lokale wie internationale Ausrichtung aus. Globales Konfliktgeschehen und internationale Fachdiskurse werden systematisch eingebunden sowie gesellschaftliche Fragestellungen, lokale und internationale Transformationsprozesse und Praxisbeispiele miteinander in Verbindung gesetzt.
Jetzt noch die Chance zum Einstieg im nächsten Semester nutzen: Für wenige Plätze wird ein Einstieg auch zum Wintersemester möglich sein. Das Bewerbungsportal öffnet dafür vom 15.04. bis 15.07.2026.
Theorien, Konzepte und Methoden der Friedenspädagogik
Inter- und transdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung als Grundlage transformativer Bildungsarbeit
Interkulturelle, interreligiöse und friedensethische Grundlagen sowie theologische und philosophische Wirklichkeitsdeutungen
Intersektionale, diskriminierungskritische und dekoloniale Ansätze von Friedensbildung und Friedensförderung
Grundlagen und Konzepte ziviler Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention
Mediation in Bildungsarbeit und Gemeinwesen
Menschenrechtspädagogik
Zielgruppe
Sie sind Bachelorabsolvent*in und interessieren sich für gesellschaftspolitische Konfliktfelder und die friedenspädagogische Praxis? Sie wollen Gewaltformen erkennen, Konflikte bearbeiten, Friedenspotentiale fördern und Methoden wie Mediation erlernen? Sie möchten Handlungsfelder der Friedenspädagogik und Friedensarbeit kennenlernen und begeistern sich für angewandte Friedensforschung? Dann ist unser Studiengang genau richtig für Sie!
Arbeits- und Handlungsfelder sind z.B.:
Friedenspädagog*in, Friedensfachkraft, Friedensreferent*in, Konfliktberater*in in den Bereichen
Schulische oder außerschulische Bildungsarbeit
Kommune und Gemeinwesen sowie in weiteren Feldern kirchlichen, sozialarbeiterischen und gesellschaftlichen Handelns
Internationale Friedensbildungsprojekte und Friedenseinsätze
Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit, Konfliktnachsorge, Gewaltprävention und Globales Lernen
Angewandte Forschung
Im Studium, im Studienpraktikum sowie im Rahmen der Masterthesis können verschiedene Methoden und Arbeitsformen der Friedenspädagogik erprobt und reflektiert werden.
Arbeitgeber*innen sind z.B.:
Institutionen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit sowie der entwicklungsbezogenen Zusammenarbeit
Organisationen des zivilen Friedensdienstes sowie der entwicklungsbezogenen Zusammenarbeit
Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Zivilgesellschaftliche Initiativen
Nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs/INGOs)
Internationale Organisationen
Religionsgemeinschaften
Stiftungen
Kommunen und öffentliche Verwaltung
»Das Studium bietet mir als Diakon den theoretischen Input und fachlichen Hintergrund zum Handeln. Gerade in den letztem Jahren haben wir erlebt, wie fragil der Frieden ist und wie wichtig es ist, um ein friedvolles Miteinander zu ringen.«
Eckdaten zum Studium
Fakten
Studienabschluss Master of Arts (M.A.)
Zulassung / Voraussetzungen / Brückenmodule Der Studiengang setzt mindestens einen Bachelorabschluss – 210 ECTS – (oder einen vergleichbaren Abschluss eines Hochschulstudiums) in einem fachlich affinen Studiengang voraus, z.B. Sozial- und Politikwissenschaften, Soziale Arbeit, Theologie, Religionspädagogik, Kindheitspädagogik, Erziehungswissenschaft, Philosophie oder Psychologie. Deutschkenntnisse sind mindestens auf C1-Niveau erforderlich, Englischkenntnisse sind Bedingung für die Teilnahme. Falls Sie über einen Abschluss mit 180 ECTS verfügen, studieren Sie aus dem weiteren Studienangebot der EH Freiburg 30 ECTS; das Studium verlängert sich damit um 1 Semester. Die 30 ECTS sind nach vorheriger Absprache auch über ein ERASMUS Auslandssemester studierbar. Wenn Sie über Ihren Bachelorabschluss hinaus weitere Studienleistungen erbracht haben, können diese anerkannt werden. In diesem Fall nehmen Sie bitte vorab Kontakt zur Studiengangsleitung Prof.in Dr.in Melanie Hussak auf. Siehe § 58 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Baden-Württemberg (LHG – Landeshochschulgesetz vom 1. Januar 2005) und die Zulassungs- und Immatrikulationsordnung der EH Freiburg.
Studienangebot und -dauer / Verlängerung der Studienzeit Ein Vollzeitstudium dauert 3 Semester (90 ECTS) und hat einen Arbeitsaufwand von ca. 39 Arbeitsstunden / Woche. Ebenso ist ein gestreckter Studienverlauf bis max. 6 Semester möglich, der zu Studienbeginn mit der Studiengangsleitung vereinbart wird. Voraussetzung ist ein Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung und die Erstellung eines individuellen Studienverlaufsplans.
Bewerbung/Bewerbungsfrist Bewerbungen zum Sommersemester 2026 sind ab Mitte Oktober 2025 bis 28. Januar 2026 möglich. Wir empfehlen eine frühzeitige Kontaktaufnahme und Bewerbung. Eine Bewerbung ist auch möglich, wenn die Bachelor-Urkunde noch nicht vorliegt. In diesem Fall legen Sie bitte eine Leistungsübersicht und eine vorläufige Beurteilung der Bachelor-Thesis durch den*die Betreuungsdozierende*n vor.
Bewerbungsverfahren Bewerbung und Einschreibung an der Hochschule erfolgen ausschließlich digital über das Bewerbungsportal.
Beiträge/Kosten Der Studienbeitrag in Höhe von 500 Euro wird pro Semester für die ersten 3 Semester erhoben. Für das 4. bis 6. Semester im Rahmen eines Regelstudiums sind keine Studienbeiträge zu leisten (Studienbeiträge sind im Vollzeit- und Teilzeitstudium identisch). Falls Brückenmodule studiert werden (zusätzlich zum B.A. 180 ECTS), wird für ein weiteres Semester der volle Semesterbeitrag erhoben, ebenso besteht für alle weiteren Semester außerhalb der Regelstudienzeit Beitragspflicht (500€). Die Verwaltungskosten (80€) sowie die Beiträge zum Studierendenwerk inkl. dem Grundbeitrag für das Semesterticket sind in allen Semestern zu bezahlen.
Praktikum Im Anschluss an die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2026 ist ein 6-wöchiges Praktikum vorgesehen. Einen Praktikumsplatz können Sie gerne vorab auswählen.
Anrechnung von Berufserfahrung und Praktika Berufserfahrungen und Praktika im Bereich von Friedenspädagogik und Friedensarbeit können angerechnet werden. Bitte nehmen Sie in beiden Fällen Kontakt zu Prof.in Dr.in Melanie Hussak auf.
Die Studierenden erwerben auf der Basis von friedenswissenschaftlichen Grundlagen Methodenkompetenz für zwei Grundformen der friedenspädagogischen Arbeit, d.h.
für die unmittelbare Friedenspädagogik, z.B. Methoden der interkulturellen Konfliktbearbeitung im Gemeinwesen oder in der Bildungsarbeit, und
für die strukturbezogene Friedenspädagogik, die sich auf die strukturelle Verankerung und Verbesserung von Bildungsprozessen zur interkulturellen, konflikt- und diversitätssensiblen Friedensbildung – von der Elementarpädagogik bis zur Erwachsenenbildung – bezieht.
Ihr neues Wissen
Sie kennen sich aus mit pädagogischen, politikwissenschaftlichen, soziologischen und psychologischen Grundlagen einer interkulturellen, diskriminierungs- und rassismuskritischen, diversitätssensiblen Friedens- und Menschenrechtspädagogik und Demokratiebildung.
Sie haben Theorien, Methoden und Praxisfelder sozialwissenschaftlicher Friedens- und Konfliktforschung sowie der Gewaltprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung erprobt.
Sie reflektieren philosophische und theologische Wirklichkeitsdeutungen, die für eine transformative Bildungsarbeit und das gesellschaftliche Zusammenleben in Diversität relevant sind.
Sie beachten rechtliche und politikwissenschaftliche Dimensionen und friedenswissenschaftliche Kontexte von Friedensarbeit und Friedensbildung in Forschung und Praxis.
Sie sind Expert*in für aktuelle Diskurse zu pädagogischen, sozialwissenschaftlichen, philosophischen, theologischen und ethischen Grundfragen im Bereich der Friedensforschung und Friedensförderung.
Professur Friedensforschung mit Schwerpunkt Friedensbildung; Leitung Friedensinstitut Freiburg; Studiengangsleitung M.A. Friedenspädagogik; Leitung Freiburger Institut für Menschenrechtspädagogik (FIM); Beauftragte für Nachhaltige Hochschule · Fachbereich II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft