BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.3.6//EN
BEGIN:VEVENT
UID:21@eh-freiburg.de
DTSTART:20261112T123000Z
DTEND:20261112T153000Z
DTSTAMP:20260618T123535Z
URL:https://www.eh-freiburg.de/veranstaltungen/werturteilsstreit-3-0-wie-n
 ormativ-kann-darf-und-oder-muss-wissenschaft-sein/
SUMMARY:Werturteilsstreit 3.0: Wie normativ kann\, darf und oder muss Wisse
 nschaft sein?
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\nProf. Dr. habil. Björn Kraus hat 2014 die Freiburg
 er Wissenschaftsgespräche an der Evangelischen Hochschule Freiburg ins Le
 ben gerufen. Mit diesem außergewöhnlichen Format einer öffentlichen Deb
 atte zweier Wissenschaftler wurden immer grundlegende Fragen der Sozialen 
 Arbeit diskutiert\, die auch darüber hinaus Relevanz haben: für gesellsc
 haftliche wie politische Diskurse. Gegenstand der Wortwechsel waren z.B. "
 Die Frage nach der Wahrheit"\, "Lebensweltliche Orientierung" oder "Was is
 t Wissen in postfaktischen Zeiten". Gesprächspartner waren mehrmals Prof.
  Dr. Dr. h.c. mult. em. Hans Thiersch und Prof. Dr. Ulrich Bartosch. Ausge
 wählte Wissenschaftsgespräche gibt es als Videoaufzeichnung.\n\n\n\n\n\n
 \n\n\n\n\nFreiburger Wissenschaftsgespräch 2026\n\n\n\nWelche Rolle kann 
 und soll Wissenschaft in einer Gesellschaft übernehmen\, in der sie zugle
 ich unter politischen Druck gerät und zunehmend Teil ideologischer Ausein
 andersetzungen wird? Während einerseits autoritäre Tendenzen die Freihei
 t der Forschung gefährden – etwa durch staatliche Eingriffe in die Hoch
 schulautonomie wie bspw. in den USA oder durch Versuche\, gesamte Forschun
 gsfelder pauschal zu diskreditieren\, wird andererseits die wissenschaftli
 che Debatte selbst immer häufiger politisiert: Der Streit um Begriffe wie
  „Universalismus“ oder „Objektivität“ ist dabei längst zu einem 
 politischen Konflikt geworden.\n\n\n\nVor diesem Hintergrund stellt sich m
 it neuer Dringlichkeit die alte Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaf
 t und normativen Ansprüchen. Inwieweit darf oder muss sich Wissenschaft i
 n gesellschaftliche Debatten einmischen? Wie geht sie mit normativen Erwar
 tungen und politischen Forderungen um? Und in welchem Maße dürfen Wissen
 schaftler*innen selbst politische oder normative Akteur*innen sein?\n\n\n\
 nDiese Fragen sind keineswegs neu – sie ziehen sich durch die Geschichte
  der Wissenschaftstheorie. Björn Kraus und Fabian Kessl blicken auf zentr
 ale Kontroversen zurück\, damit aktuelle Herausforderungen besser verstan
 den und eingeordnet werden können. Während im ersten Werturteilsstreit d
 er 1910er Jahre prominent Max Weber für eine wertneutrale Wissenschaft ar
 gumentierte\, betonte Gustav Schmollner die seines Erachtens notwendige ak
 tive Beteiligung an gesellschaftlichen Debatten. Im zweiten Werturteilsstr
 eit der 1960er Jahre – genau genommen ein Positivismusstreit – wurde d
 arüber gestritten\, ob es die Funktion der Wissenschaft sei\, sich wertne
 utral mit Fakten (Kritischer Rationalismus/Positivismus etwa Karl Popper u
 nd Hans Albert) oder kritisch mit gesellschaftlichen Verhältnissen ausein
 anderzusetzten (Kritische Theorie etwa Theodor W. Adorno und Jürgen Haber
 mas).\n\n\n\nGut 100 Jahre nach dem ersten Werturteilsstreit wurden Mitte 
 der 2000er-Jahre vereinzelte Werturteilsdebatten in der englischsprachigen
  und analytisch orientierten Philosophie geführt\, die dann Mitte der 201
 0er-Jahre in der deutschsprachigen Wissenschaftstheorie aufgegriffen wurde
 n (Gerhard Schurz/ Martin Carrier).\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nEin
 en Beitrag hierzu soll die Debatte von Fabian Kessl und Björn Kraus leist
 en. Die beiden Wissenschaftler werden daher diskutieren: Was kann\, darf u
 nd soll Wissenschaft leisten – und was nicht? Welche Verantwortung trage
 n Wissenschaftler*innen – und wo liegen die Grenzen ihrer Rolle? Denn Wi
 ssenschaftler*innen können normative Akteur*innen sein – brauchen aber 
 ein klares Rollenbewusstsein.\n\n\n\nKessl und Kraus werden die Chancen un
 d Risiken\, aber auch die Nebenwirkungen wissenschaftlicher Praxis im Lich
 t verschiedener wissenschaftstheoretischer Positionen kritisch beleuchten 
 und kontrovers diskutieren. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen theo
 retischen Verortungen der Diskutanten (Fabian Kessl in der kritischen Theo
 rie und Björn Kraus im Relationalen Konstruktivismus) ist eine spannungsg
 eladene Debatte zu erwarten.\n\n\n\nDie Gesprächspartner\n\n\n\nProf. Dr.
  Björn Kraus&nbsp\;ist Erkenntnistheoretiker und Sozialwissenschaftler. S
 eine Entwicklung des Relationalen Konstruktivismus und einer Theorie der R
 elationalen Sozialen Arbeit haben maßgeblich zur Etablierung konstruktivi
 stischer Perspektiven beigetragen. Von 2005 bis 2012 hatte er die W2 Profe
 ssur für Sozialarbeitswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freibu
 rg inne\, 2012 wurde er auf die neu gegründete W3 Profilprofessur Wissens
 chaft Soziale Arbeit berufen.\n\n\n\nIn der Deutschen Gesellschaft für So
 ziale Arbeit (DGSA) war er Vorstandsmitglied von 2009 bis 2014 und zuvor M
 itglied des Arbeitskreises\, aus dem 2002 die Sektion Theorie und Wissensc
 haftsentwicklung hervorgegangen ist. Er zählt zu den Protagonisten einer 
 eigenständigen Wissenschaft der Sozialen Arbeit.\n\n\n\nProf. Dr. Fabian 
 Kessl ist Erziehungswissenschaftler und Sozialpädagoge. Seit 2018 ist er
  Professor für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt sozialpolitische Grun
 dlagen an der Bergischen Universität Wuppertal. Zuvor war er an den Unive
 rsitäten Heidelberg\, Bielefeld\, Duisburg-Essen tätig. Seine Forschungs
 schwerpunkte liegen im Bereich der wohlfahrtsstaatlichen Transformation vo
 n Bildung und Erziehung\, insbesondere der (De)Institutionalisierung\, der
  Sozialräumlichkeit und der Armutsverhältnisse. Fabian Kessl hatte und h
 at zahlreiche Funktionen in Fachgesellschaften und als Redakteur. U.a. war
  er von 2007 bis 2013 Mitglied des Vorstands der Kommission Sozialpädagog
 ik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) und vo
 n 2014 bis 2018 gewähltes Mitglied des Gesamtvorstandes der DGfE. Zudem w
 ar er Mitglied der Redaktion der Zeitschrift „Widersprüche“ und gesch
 äftsführender Mitherausgeber der Zeitschrift „Soziale Passagen“. Kes
 sl ist Chefredakteur und Geschäftsführer des internationalen Online-Jour
 nals „Social Work &amp\; Society“.\n\n\n\nMehr Info\n\n\n\n\nDokumenta
 tion früherer Wissenschaftsgespräche\, teilweise auch als Video und/oder
  als Bildergalerie sind hier online\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.eh-freiburg.de/app/uploads/2018/12/E
 H-WissGspr-KrausBartosch_24-4-25_Doradzillo_3213.jpg
LOCATION:#_LOCATIONNAME\, #_LOCATIONFULLLINE\, #_LOCATIONCOUNTRY
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=#_LOCATIONFULLLINE\, #_LOCA
 TIONCOUNTRY;X-APPLE-RADIUS=100;X-TITLE=#_LOCATIONNAME:geo:0,0
END:VEVENT
END:VCALENDAR