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Sebastian Holle, BA Soziale Arbeit

Was macht eigentlich…

Sebastian Holle

Nach mehreren Auslandsaufenthalten und verschiedenen Jobs – um erstere zu finanzieren, hat sich Sebastian Holle 2008 nach der Rückkehr aus Südafrika für ein Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg entschieden.

Während seines Studiums engagierte sich Holle im AStA – Allgemeiner Studierenden-Ausschuss der Hochschule, als studentischer Vertreter im Fachbereichsrat Soziale Arbeit und in anderen Gremien. Vom 2009 bis 2012 wurde er durch ein Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert.

Seit seinem Abschluss 2012 arbeitete Sebastian Holle in verschiedenen Stellen der Kinder- und Jugendarbeit. Seit September 2015 ist er für den Allgemeinen Sozialdienst des Jugendamtes Waldshut tätig.

Holle war im Sommersemester 2015 vertretungsweise Lehrbeauftragter im  Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit und wird im Sommersemester 2016 wieder einen Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg übernehmen.

5 Fragen aus der Hochschule an Sebastian Holle

  1. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der EH Freiburg anzutreten?

    Ich kam 2008 nach 16 Monaten der Volunteer-Arbeit in den USA, Malawi und Südafrika mit gemischten Gefühlen nach Deutschland zurück. Ich hatte viele tolle Projekte kennengelernt, jedoch auch vieles gesehen, was nicht gut lief. Zurück in Deutschland wollte ich mich daher mit den Hintergründen sozialer Probleme und der professionellen Arbeit im sozialen Bereich beschäftigen. Nachdem ich mich eine Zeit lang mit diesem Gedanken beschäftigt hatte, kam ich bald zu der Überzeugung, dass ein Studium der Sozialen Arbeit für mich der richtige Weg sein könnte, da mir neben der theoretischen Auseinandersetzung mit sozialen Problemen der Praxisbezug sehr wichtig war. Mehrere Personen, mit denen ich damals über meine Studienpläne sprach, hatten mir Freiburg als Studienort empfohlen. Da ich mir jedoch nicht sicher war, ob ich überhaupt einen Studienplatzbekommen würde, hatte ich mich an mehreren Hochschulen beworben. Die Evangelische Hochschule Freiburg hatte mich schlussendlich mit zwei Punkten überzeugt: 1. war es die erste Hochschule, von der ich eine Rückmeldung erhalten hatte;  2. war mein Telefonat mit dem Bewerbungsamt so nett, dass mir die Hochschule gleich sympathisch war, was auch so bleiben sollte.

  2. Wenn ich an die Evangelische Hochschule Freiburg denke, denke ich sofort an …

    … den typischen Morgen an der EH Freiburg: Nach der Radfahrt zur EH treffe ich meine KommilitonInnen vor den Drehtüren der Hochschule. Um 8:00 Uhr – für Studierende eine unmenschlich frühe Uhrzeit – sprechen wir über die Dinge der letzten Tage und versuchen irgendwo noch einen Kaffee aufzutreiben, bevor um 8:15 Uhr die Vorlesung beginnt.Wenn ich meinen Kaffee habe, versuche ich es mir auf den Sitzstufen in Raum 1 (damals der „große“ Vorlesungsaal) gemütlich zu machen, bevor die Vorlesung beginnt. Raum 1 (AVZ) ist der Ort, der mir immer wieder in den Kopf kommt, wenn ich an die Hochschule denke. Nicht nur, weil wir dort viel Zeit verbracht haben, sondern auch, weil sich in dem Raum für mich vieles widerspiegelt, was ich an der EH mochte. Der Raum hat nichts von einem kahlen großen Hörsaal mit geordneten Reihen von Stühlen, die nicht verschoben werden können und nur in eine Richtung zeigen. In Raum 1 suchte sich jeder seinen Platz, wo er wollte und machte es sich so bequem, wie es eben ging. Der Raum ist weder sonderlich schön, noch sind die Sitzstufen sonderlich bequem. Er hatte jedoch für mich immer etwas Familiäres, und er war der Ort, an dem man sich ungezwungen mit ProfessorInnen und KommilitonInnen austauschen konnte. Für mich ist es das Familiäre und das Ungezwungene, das die EH Freiburg auszeichnet.

  3. Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?

    Das prägendste Erlebnis für mein Studium war es wahrscheinlich, als ich als neuer Erstsemester, einige Wochen nach meinem Studienbeginn, ins Büro des damaligen Rektors Rainer Marquard bestellt wurde. Ich hatte damals zugesagt, dass eine Aussage von mir zum Thema Studiengebühren in einem Zeitungsartikel verwendet werden durfte, ohne mir wirklich Gedanken darüber zu machen. Die darauffolgenden Gespräche und die Entwicklungen in Bezug auf die Studiengebühren hatten zur Folge, dass ich während meines Studiums viel Zeit im AStA und in diversen Gremien der Hochschule verbrachte.Meine persönlichen Highlights an der Hochschule waren Veranstaltungen, an denen ich im Rahmen dieser Tätigkeiten beteiligt war: Erstsemestereinführungen, Hochschultage, Vollversammlungen, Parties usw.

  4. Welcher Hochschullehrer/welche Hochschullehrerin hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat sie besonders beeindruckt?

    Ich wurde in meinem Studium von einigen der ProfessorInnen beeindruckt und sicher auch ein Stück weit geprägt. Durch die Tätigkeit im AStA hatte ich viele Gelegenheiten, mich mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinen der Hochschule auszutauschen und bin auch jetzt noch mit einigen im Kontakt.Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir, mit wie viel Engagement einige der ProfessorInnen ihrer Arbeit nachgehen und wie viel Zeit sie in ihre Tätigkeit investieren. Besonders beeindruckt haben mich daher die Professorinnen, die sich trotz des vollen Terminkalenders Zeit für die Belange der Studierenden genommen haben – auch wenn dies für sie mehr Arbeit bedeutet hat.

  5. Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?

    Geniest die Zeit im Studium und nutzt die Chance, um Neues auszuprobieren und euch für Dinge zu engagieren, die euch wichtig sind. Nutzt die Chancen, die die EH bietet und bringt euch ein, wenn ihr etwas ändern möchtet. Das Studium bietet die Möglichkeit, sich mit Themen auseinander zu setzen, für die man im Arbeitsleben oft leider keine Zeit hat und sie bietet Raum, sich mit anderen auszutauschen.

 

Dezember 2015

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