Interkulturelles Lernen ist ein komplexer Prozess

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Gemeinsam entwickeln die Evangelische Hochschule und der Forschungsverbund FIVE mit Partnern ein Methodentool für das Gelingen einer multikulturellen Gesellschaft. Von 2016 bis 2018 werden in vier europäischen Städten Konzepte zur interkulturellen Begegnung erprobt und evaluiert. Die EU fördert das Erasmusplus-Projekt. In Freiburg wird es von Professor Dirk Oesselmann und Forschungsreferentin Stefanie Pietsch begleitet.

 

Vor dem Hintergrund globaler Veränderungen braucht der Bildungsbereich innovative und kultursensible Methoden, damit ein interkultureller Dialog gelingt. Dazu will das Projekt IMEG - Entwicklung eines innovativen und multiperspektivischen Methodentools für eine multikulturelle europäische Gesellschaft - einen wesentlichen Beitrag leisten. Im November 2016 ist es gestartet und läuft bis Oktober 2018. Im April 2017 fand der erste Workshop im italienischen Faenza statt. Weitere Tagungsorte sind Palermo, Wien und Freiburg.

 

Mit IMEG werden fachbereichsübergreifende Methodentools entwickelt, die alle Mitglieder der Gesellschaft einbeziehen. Dabei sollen sie in verschiedenen Bildungsbereichen, wie Hochschulen und Weiterbildung, einsetzbar sein. Teilnehmende werden damit in die Lage versetzt, aktuelle und zukünftige pädagogische Herausforderungen im Rahmen der Migrationsbewegung anzunehmen, methodisch-didaktische Ansätze zu reflektieren und interkulturelle Kompetenzen in diesem Kontext zu erweitern.

 

Stefanie Pietsch: "Bei der Entwicklung der Tools geht es darum, neue performative Ansätze verbunden mit klassischen, bewährten Methoden zu erproben. Die TeilnehmerInnen sollen sich darin als Lernende begreifen".

 

An den Workshops nehmen zunächst in einer Train-the-Trainer Struktur Studierende und Dozierende aus dem pädagogischen Feld teil, abschließend immer auch Vertreter*innen der Zielgruppen. Diese sind Bürgerinnen und Bürger, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Fluchterfahrung. Die methodischen Ansätze werden gemeinsam weiterentwickelt, um globales Lernen als einen wechselseitigen und systemischen Prozess des sich Kennenlernens zu begreifen – verbunden mit der Akzeptanz des Andersseins, der Reflexion der eigenen kulturellen Herkunft und der Bereitschaft, interkulturelles Lernen als einen komplexen Prozess und nicht als reine Integrationsarbeit anzusehen.

 

"Die Erfahrung, die wir mit verschiedenen Kulturen und Institutionen gemacht haben, kann uns keiner wegnehmen und das größte Geschenk dabei ist, dass die Methoden, die wir entwickeln werden, sich im Praxisalltag umsetzen lassen", sagt Gökhan Karpuz, Student der Sozialen Arbeit und Teilnehmer an dem Forschungsprojekt nach dem ersten Treffen in Faenza.

 

An dem Projekt sind mehrere Einrichtungen aus vier Ländern beteiligt: die Universität Palermo in Sizilien, der Verein Teatro due mondi in Faenza, die Volkshochschulen Wien und Vaterstetten sowie der Forschungs- und Innovationsverbund FIVE e.V. an der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg. Antragstellende Institution und Koordinator des Projekts ist die Volkshochschule Vaterstetten. Neben der inhaltlichen Ausgestaltung eines Workshops an der EH Freiburg ist FIVE e.V. für die Projektevaluation der Workshops zuständig.

 

Freiburg, 27.07.2017

 

Ausführliche Info zum Projekt, persönliche Eindrücke, Bildergalerie, Video

 

Kontakt Research Office

Stabsstelle Research Office / Forschungsreferentin
Stefanie Pietsch, mehr Info zur Person
Telefon 0761 47812 - 86

pietsch@eh-freiburg.de; forschungsreferentin@eh-freiburg.de

 
 
 
 

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