Geflüchtete starten an der Evangelischen Hochschule

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Zwölf geflüchtete Menschen aus Syrien, Iran und Eritrea nehmen ab April 2017 an einem begleiteten Gasthörerprogramm der Evangelischen Hochschule teil. Dieses ermöglicht den späteren Einstieg in ein Bachelorstudium. Die Teilnehmer*innen begeben sich damit auf neues Terrain. Die Studiengänge Soziale Arbeit, Religionspädagogik und Pädagogik der Kindheit sind in keinem der Herkunftsländer als akademische Berufe bekannt. Professorin Gesa Köbberling: "Die Teilnehmer*innen sehen das Potenzial, durch ein Studium an der Evangelischen Hochschule gute und realistische Perspektiven für ihre Zukunft aufzubauen."

 

Unter der Verantwortung von Köbberling hat die Evangelische Hochschule ein mehrschrittiges Konzept entwickelt, das geflüchteten Menschen ein Studium an der Hochschule ermöglicht. Drei unterschiedliche Angebote zielen darauf, den Zugang zu einem regulären Studium zu erleichtern: das Gasthörerprogramm, ein Vorkurs für Menschen mit Fluchterfahrung und ab dem Wintersemester 2017/18 ein Kontingent von 10 regulären Studienplätzen für Geflüchtete. Mit der Öffnung der Hochschule für Menschen mit Flucht- und Migrationsbiografien leistet die Hochschule einen wesentlichen Beitrag zur Professionsentwicklung sowie für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit.

 

Die Gaststudentinnen und -studenten haben in ihren Herkunftsländern Geografie oder Jura studiert, oder sie standen bereits als Lehrerin oder Unternehmer im Beruf. Mit dem Gasthörerprogramm können sie in ein Studium „hineinschnuppern“, Vorlesungen und Seminare besuchen und sich so einen Eindruck von dem Studienangebot und den Studienbedingungen an der Evangelischen Hochschule machen.

 

„Der dialogische Charakter der Angebote und die Einbeziehung aller Bereiche der Hochschule ist mir besonders wichtig“, so Gesa Köbberling. „Ziel ist, dass Geflüchtete keine Sondergruppe an der Hochschule sind, sondern als Studierende selbstverständlich dazu gehören. Sicherlich wird der Umgang mit den besonderen Hürden, die Geflüchtete insbesondere aufgrund ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation und sprachlicher Schwierigkeiten bewältigen müssen, immer wieder herausfordernd sein. Ich denke aber, dass unsere Hochschule mit ihrer überschaubaren Struktur und vielen Engagierten sehr gute Voraussetzungen dafür hat. Ich freue mich auf die neuen Studierenden, die vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen mitbringen und damit die Hochschule bereichern!"

 

Die Gasthörer*innen erhalten einen kostenfreien Zugang zu einem Online-Sprachlernprogramm des DAAD, um individuell ihre Sprachkompetenz ausbauen. Darüber hinaus können sie die Infrastruktur der Hochschule nutzen, wie zum Beispiel Bibliothek und Computerräume.

 

Studierende aus allen Semestern und Fachbereichen der EH Freiburg begleiten die Teilnehmer*innen im Rahmen eines Buddy-Programms. Sie helfen bei der Orientierung im Hochschulalltag, bei der Bewältigung praktischer Problemstellungen und gestalten begleitende Angebote als Orte der Begegnung und des Austauschs zwischen Studierenden, Lehrenden und Teilnehmenden des Gasthörerprogramms.

 

Ab dem Wintersemester 2017 können Geflüchtete, die die formalen Voraussetzungen erfüllen, ein reguläres Studium an der EH Freiburg aufnehmen. Für diejenigen, die sich den direkten Einstieg in ein Studium noch nicht zutrauen oder noch nicht alle Voraussetzungen erfüllen, besteht die Möglichkeit, einen Vorkurs zu besuchen und dort in zwei Modulen die notwendigen Sprachkompetenzen auszubauen und sich auf ein Studium vorzubereiten.

 

Freiburg, 10.04.2017

 

Mehr Info

Für Geflüchtete: vom Gasthörerprogramm über den Vorkurs zum Studium: https://www.eh-freiburg.de/studieren/gefluechtete

 

Kontakt

Prof. Gesa Köbberling

Vorkurs und Studium

gesa.koebberling@eh-freiburg.de

 

Prof. Dr. Günter Rausch

Gasthörer- und Buddyprogramm

rausch@eh-freiburg.de

 
 
 
 

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