Anstieg fachlicher Kompetenzen in der Pädagogik mit Kindern unter 3 Jahren

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Die deutlich wachsende außerhäusliche Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfordert die Auseinandersetzung mit ihrer Qualität. Das Programm InnopädU3 hat daher verstärktes Augenmerk auf die (Weiter)-Entwicklung der Qualität in diesem gesellschaftlich, entwicklungspsychologisch und pädagogisch relevanten Bereich gerichtet. Rieke Hoffer von der Stiftung Kinderland und Professor Klaus Fröhlich-Gildhoff, Leiter des Zentrum für Kinder- und Jugendforschung, haben das Projekt wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse wurden auf einer Tagung an der Evangelischen Hochschule vorgestellt und diskutiert.

 

Durch Innopäd U3 wurden innovative Ansätze für die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren gefördert und Anreize zur nachhaltigen Weiterentwicklung gegeben. Dabei wurden 14 einzelne Modellprojekte, die sich mit der Betreuung von unter dreijährigen Kindern – zum Beispiel unter dem Fokus Interaktion, Zusammenarbeit mit Eltern und/oder Inklusion – beschäftigen, ausgewählt und von der Stiftung Kinderland, einer Unterstiftung der Baden-Württemberg-Stiftung, über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren gefördert.

 

Die Evaluation der Modellprojekte erfolgte mit Vorher/Nachher-Untersuchungen in allen Einrichtungen sowie der vertieften Analyse von Prozessdaten.

 

Die Abschlusstagung an der Evangelischen Hochschule Freiburg im Juli 2017 wurde von 170 Fachkräften aus Kindertageseinrichtungen, MultiplikatorInnen und WissenschaftlerInnen besucht. Nach den Grußworten von Birgit Pfitzenmaier, Abteilungsleiterin Gesellschaft & Kultur, Baden-Württemberg Stiftung, Rektorin Professorin Renate Kirchhoff und Christina Andrä-Schwarz, Kultusministerium Baden-Württemberg, beschrieb Heidi Simoni vom Marie-Meierhofer-Institut für das Kind in Zürich die „Herausforderungen einer kindgerechten U3-Pädagogik“.

 

Klaus Fröhlich-Gildhoff und Rieke Hoffer stellten die Ergebnisse der Projektevaluation vor. Dabei wurde zum einen deutlich, dass über 1500 Einzelaktivitäten in den teilnehmenden Einrichtungen durchgeführt wurden. Die teilnehmenden Fachkräfte beschrieben einen Zielerreichungsgrad von über 80%. Bei den Fachkräften war ein Anstieg der fachlichen Kompetenzen festzustellen. Die Eltern waren mit dem Projektverlauf überwiegend sehr zufrieden.

Zum anderen zeigte sich, dass der Projekterfolg stark mit der Partizipation der Teilnehmenden zusammenhing: Je besser diese in die Planung eingebunden waren und je passgenauer die Maßnahmen auf den Stand der Einrichtungen und Fachkräfte adaptiert waren, desto größer waren die erfassbaren Effekte. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und Detailvorstellungen der Einzelprojekte stehen online zur Verfügung (s. Download).

 

In einem weiteren Vortrag berichtete Joachim Bensel von der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, Kandern, über erste Evaluationsergebnisse der Zusatzstudie „Groß-Tagespflegestellen in Baden-Württemberg“.

 

Die Tagung wurde beschlossen von neun Workshops, z.B. „GInA – Gestaltung von Interaktionsgelegenheiten im Alltag“ – Videogestützte Beobachtung und Reflexion“ (Prof. Dr. Dörte Weltzien, EH Freiburg); „Kinder in ihrer Ess-Entwicklung achtsam und responsiv begleiten“ (Prof. Dr. Dorothee Gutknecht, EH Freiburg); „Möglichkeiten der Resilienzförderung bei Kindern unter drei Jahren“ (Silke Kaiser, Doktorandin an der EH Freiburg/PH Schwäbisch-Gmünd).

 

 

Freiburg, 05.08.2017

 

Download Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und Detailvorstellungen der Einzelprojekte

 

Link zum Programm der Abschlusstagung "Innopäd U3" am 12. Juli 2017

 

Kontakt an der EH Freiburg/ZfKJ

 

Psychologie
Leitung ZfKJ - Zentrum für Kinder- und Jugendforschung
Telefon: 0761-47812- 40

 

 

 

 
 
 
 

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