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Trauer um Joanne Dennig

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26.05.2020
Joanne Dennig; Foto: privat

Die Evangelische Hochschule Freiburg trauert um Joanne Dennig, die am 12. Mai 2020 im Alter von 90 Jahren gestorben ist.

„Joanne Dennig war mit unserer Hochschule über Jahrzehnte verbunden. Noch im Januar 2020 konnten wir sie auf dem Campus zur Eröffnung des neuen Friedensinstituts Freiburg begrüßen“, sagt Rektorin Renate Kirchhoff.

Im Jahr 1952 reiste die Amerikanerin per Schiff in das Nachkriegs-Deutschland. Sie hatte ihren zukünftigen Ehemann Walter Dennig während seiner Studienzeit in Ohio, USA kennengelernt. Der spätere Theologieprofessor wurde 1972 Gründungsrektor der damaligen Evangelischen Fachhochschule Freiburg (heute Evangelische Hochschule Freiburg). Zuvor hatte er schon die Vorgängereinrichtung, das Seminar für Wohlfahrtspflege und Gemeindedienst, geleitet.

Christlicher Friedensarbeit hatte sich Joanne Dennig mit großem Engagement über die kommunale Ebene hinaus verschrieben. Auch Inklusionsarbeit und Stärkung von Frauen waren ihr wichtig. 2008 sprach sie anlässlich des Internationalen Frauentags in Freiburg aus der Perspektive von Seniorinnen: „Auch wir haben was zu sagen …“.

Mit der Evangelischen Hochschule hielt Joanne Dennig durch ihren Mann aber auch nach seinem Tod 1975 stets Kontakt. Regelmäßig war sie zum Beispiel Gast bei dem jährlichen Festakt zur Eröffnung des Akademischen Jahres. Dennig suchte den Austausch zu aktuellen Themen der Sozialen Arbeit in der Hochschule.

Den Gedanken des Netzwerkens, insbesondere zwischen Absolvent*innen und ihrer „Alma mater“, gab sie auch an ihre Tochter Barbara Dennig weiter. Sie ist heute Vorstandsmitglied des Freundeskreises der Evangelischen Hochschule, den wiederum ihr Vater Walter Dennig 1988 ins Leben gerufen hat.

Professorin Kirchhoff: „Joanne Dennig hat mit herzlicher Zugewandtheit, Empathie und Fachinteresse die Fäden zwischen unserer Hochschule und ihrer Familie über zwei Generationen geknüpft. Sie hat gezeigt und gelebt, dass berufliche Verpflichtung und persönliches Commitment durchaus – auch als Familie – sich an ein und dieselbe Institution richten kann. Dafür sind wir ihr sehr dankbar.“