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Nationales Anliegen: Gute Ernährung in der Kindertagespflege

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Prof. in Dr.in Dorothee Gutknecht; Foto: Gudrun de Maddalena, Tübingen

Gut und gerne essen: das soll für Kinder und Jugendliche in allen Kitas und Schulen in Deutschland möglich sein. Als Expertin auf dem Gebiet „Essen und Ernährung in Kita und Kindertagespflege“ ist Prof.in Dr.in Dorothee Gutknecht zum Runden Tisch des Nationalen Qualitätszentrums für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) im Bundeszentrum für Ernährung in Berlin eingeladen worden. Akteur*innen aus Bund und Ländern kommen am 3. November 2020 zu diesem Runden Tisch – coronabedingt online – zusammen.

Beim Essen geht es nicht nur um die „gesunde“ oder „die richtige Ernährung“. Essen hat auch mit kulturellen, religiösen, weltanschaulichen Werte-Orientierungen zu tun, mit Armut und Reichtum, sogar mit „Ess-Moden“, aber auch mit Inklusion und Exklusion.

„Die Dramen und Herausforderungen am Bildungsort Mahlzeit sind ein großes Thema“, begrüßt Professorin Gutknecht die erste Einberufung eines Runden Tisches speziell mit dem Fokus auf die Kindertagespflege.

Das NQZ unterstützt im Rahmen der Umsetzung des Gute-KiTa-Gesetzes – dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung, die qualitative Weiterentwicklung der ganzheitlichen Bildung in den Bereichen kindliche Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung.

Gutknecht ist die wissenschaftliche Leiterin des Frühpädagogik Netzwerk QuiKK – Qualität in Kinderkrippen und in der Kindertagespflege Freiburg Südbaden, das sich über vier Jahre in verschiedenen Arbeitsgruppen mit dem anspruchsvollen Themenfeld Essen und Ernährung befasst hat. Das Netzwerk ist 2012 auf der Basis einer Kooperation zwischen der Stadt Freiburg und der Evangelischen Hochschule Freiburg für mehr Qualität in der pädagogischen Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern gegründet worden.

Professorin Gutknecht: „Eine der QuiKK-Arbeitsgruppen setzte sich mit der kulturellen Vielfalt von Kindern bei der Mahlzeitengestaltung auseinander. Die Arbeitsgruppe war in hohem Maße interdisziplinär zusammengesetzt: Zum einen wirkten Fachkräfte aus der Pädagogik wie Kindertagespflegepersonen, Erzieher*innen und Leitungen von KiTas, Fachberater*innen, Abteilungsleiter*innen unterschiedlicher Träger, Aus-, Fort- und Weiterbildner*innen mit; zum anderen auch Vertreter*innen aus Medizin, Therapie, Psychologie, Verhaltensbiologie, Ernährungswissenschaften und Diätetik. Ebenso war die Regionalstelle von BeKi, der Landesstelle für bewusste Kinderernährung, als Kooperationspartnerin von QuiKK dabei.“

Das Netzwerk QuiKK kooperiert bereits von Beginn an mit der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi), die heute beim Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg angesiedelt ist.

Das Qualitätszentrum NQZ ist das „Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule“. Es wurde 2016 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als zentraler Ansprechpartner auf Bundesebene für die Vernetzungsstellen Kitaverpflegung und Vernetzungsstellen Schulverpflegung eingerichtet. Als Maßnahme der Initiative IN FORM initiierte das BMEL 2008 gemeinsam mit den Bundesländern die Vernetzungsstellen in allen 16 Bundesländern.

Zur Person

Prof.in Dr.in Dorothee Gutknecht, Heil- und Sonderpädagogin und Mund- und Esstherapeutin, befasst sich seit vielen Jahren in Forschung und Lehre schwerpunktmäßig mit den Lebensaktivitäten Essen und Trinken in der inklusiven pädagogischen Arbeit mit Kindern im Altersspektrum von Geburt bis 8 Jahren. Sie berät insbesondere auch Fachberatungen (Kita und Tagespflege) im Kontext Essen und Ernährung, Essen bei chronischer Erkrankung und Behinderung, Selektives Essverhalten, Essen und Schmerz, Essen ohne Grenze.

Mehr Info

www.nqz.de