Unser Hochschul-Newsletter – jetzt anmelden!

Marianne Baier-Hartmann wurde aus dem aktiven Hochschuldienst verabschiedet

‹ zurück zur Übersicht
26.07.2022
Prof.in Dr.in Marianne Baier-Hartmann; Foto: Marc Doradzillo

Prof.in Dr.in Marianne Baier-Hartmann wurde zum Ende des Sommersemesters 2022 aus dem aktiven Hochschuldienst verabschiedet. Seit 2003 war sie als Professorin für Sozialmedizin und Public Health an der Hochschule tätig. Gelehrt hat sie in den Bachelor-Studiengängen Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit.

An die Ausbildung als Krankenschwester am Psychiatrischen Landeskrankenhaus in Wiesloch schloss Baier-Hartmann ein Medizinstudium in Heidelberg an. Der Approbation als Ärztin folgte die Weiterbildung zur Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen und Allgemeinmedizin, eine Psychotherapieausbildung und schließlich ein Studium der Gesundheitswissenschaften.

Was hält Menschen gesund? Dieser Frage ist Marianne Baier-Hartmann mit großem Engagement nachgegangen. Salutogenese, als die Frage nach der Gesundheit als Ziel eines komplexen Prozesses, war einer ihrer Forschungsschwerpunkte. Die Auseinandersetzung mit Gesundheit ist für Baier-Hartmann auch eine politische Frage. Sie förderte die Akademisierung der Kindheitspädagogik. Mit Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff hat sie 2004 den Bachelor-Studiengang „Pädagogik der Kindheit“ auf den Weg gebracht – einer der ersten bundesweit.

In der Frühpädagogik ging sie vor allem der Frage nach, was gebraucht wird, damit Kinder und Eltern aber auch pädagogische Fachkräfte im Beruf gesund bleiben. Zur Themenfeld Gesundheit im privaten Bereich zählt für sie im Rahmen der Sozialen Arbeit die Auseinandersetzung mit den Wirkungen sozialer Ungleichheit auf die individuelle Gesundheit, die Lebenserwartung, und auch mit konkreten Lösungsmöglichkeiten.

Für Professorin Baier-Hartmann war die Lehre ein zentrales Instrument, den Studierenden Konzepte zu interdisziplinärem Handeln und die Vernetzung der thematisch betroffenen Institutionen im regionalen Raum aufzuzeigen. Dazu gehörte auch, das Handeln politischer Entscheidungsträger in den Blick zu nehmen und die eigenen strukturellen Möglichkeiten in Praxis und Forschung zu nutzen.

Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff: „Professorin Baier-Hartmann ging es in der Lehre vor allem darum, den Studierenden Optionen für die Verbesserung des Lebensalltags der Adressat*innen der Sozialen Arbeit zu vermitteln, aber dies auch von ihnen entwickeln zu lassen. Um ein gutes Leben als Zielgröße sollte gerungen werden. Der Mensch stand im Mittelpunkt ihrer Arbeit, als Ärztin und als Wissenschaftlerin an der Hochschule.“

Wir verändern Gesellschaft