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Heiko Löwenstein verlässt die Hochschule

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19.03.2019
Prof. Dr. Heiko Löwenstein; Foto: privat

Prof. Dr. Heiko Löwenstein hat zum 28.02.2019 seine Lehrtätigkeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg beendet. Seit September 2014 hatte er die Professur Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik inne. Zum 01.03.2019 wechselte er auf die Professur „Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Inklusion“ an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Löwenstein identifizierte sich mit der Evangelischen Hochschule vor allem wegen ihrer Forschungsstärke und dem Stellenwert Sozialer Arbeit als Fachwissenschaft.

Rektorin Prof. Dr. Renate Kirchhoff: „Prof. Dr. Heiko Löwenstein hat sich an der Evangelischen Hochschule auf vielfältige Weise eingebracht; zu nennen ist vor allem sein Engagement in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Studiengänge der Sozialen Arbeit insbesondere im Kontext der letzten Reakkreditierungen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.“

Von 2011-2013 war er Akademischer Mitarbeiter an der Hochschule Ravensburg-Weingarten, ab 2013 dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Evangelischen Hochschule Freiburg. 2014 wurde Löwenstein an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Ebenfalls 2014 wurde seine Dissertationsstudie „Borderline-Interaktionen“ mit dem Forschungspreis der DGSP (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) ausgezeichnet.Löwenstein lehrte schwerpunktmäßig im Master Soziale Arbeit. Zudem übernahm er die bundesweit beispielgebende Zusatzqualifikation SPOSA – Sport und Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule. Unter seinem Mitwirken wurde eine deutschlandweite Arbeitsgruppe „Sport und Soziale Arbeit“ ins Leben gerufen.

2017 hat Löwenstein zusammen mit Prof. Dr. Mustafa Emirbayer von der University of Wisconsin und unter Beteiligung weiterer Expert*innen einen national beachteten Sammelband zu dem Themenkomplex soziale Netzwerke und Agency herausgegeben.Zum Sommersemester 2018 übernahm er in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gisela Rudoletzky die Leitung des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit. Verstärkt ab 2018 stieg Heiko Löwenstein mit Prof. Dr. Fabian Frank in die Nachwuchsförderung der Hochschule ein; dazu gehörte zum Beispiel die Durchführung des DGSA-Promotionskolloquiums.

Auch auf internationalem Boden war Heiko Löwenstein als Wissenschaftler aktiv. In Kooperation mit Prof. Dr. Christian Ghanem von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München und Markus Eckl von der Universität Passau führte er eine Netzwerkanalyse zu Co-Autorenschaftsnetzwerken in der internationalen Community der Sozialen Arbeit durch. Die Ergebnisse wurden von dem British Journal of Social Work (impact factor: 1.746) in peer review angenommen und 2018 in englischer Sprache international publiziert. Später war er am mehrjährigen Aufbau der Forschungspartnerschaft mit der Partnerhochschule Escola Superior de Educação de Paula Frassinetti beteiligt; 2018 trat er dem Forschungs- und Innovationsverbund an der EH Freiburg (FIVE e.V.) bei.

Löwenstein war als Mitglied verschiedener Fachgesellschaften und –einrichtungen aktiv, u.a. im Institut für qualitative Sozialforschung Freiburg (iqs) e.V., in der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik, in der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung, DGSA (Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit) und in der DGfE (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft).

Die Studiengangsleitung für den Bachelor Soziale Arbeit und die Zusatzqualifikation SPOSA hat zum 01.03.2019 Prof. Dr. Gesa Köbberling übernommen.