Studieren mit Behinderung/chronischer Erkrankung

Umzug, Studienbeginn in einer noch unbekannten Stadt, eine fremde Region erobern, neue Lernthemen erarbeiten: Herausforderungen, die alle Studienanfänger und – anfängerinnen in Angriff nehmen. Für Sie, Studierende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung, die manchmal für die Mitmenschen auch nicht gleich erkennbar ist, kostet das Studieren meist eine noch viel größere Anstrengung.

 

Wir, Mitarbeiter /-innen und Dozierende der Evangelischen Hochschule Freiburg, unterstützen Sie bei der möglichst gleichberechtigten und selbstständigen Teilhabe am Studium. Bitte kommen Sie frühzeitig, idealerweise schon vor Studienbeginn auf uns zu, wenn Sie eine Mobilitäts-, Seh- oder Hörbehinderung haben oder auch eine chronische physische oder psychische Erkrankung haben.

 

Was wir Ihnen bieten

Für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit gibt es an der Evangelischen Hochschule Freiburg verschiedene Nachteilsausgleiche, die fest verankert sind.

  • Bei Bedarf können individuell angepasste Nachteilsausgleiche, z.B. bei den Prüfungsmodalitäten, vereinbart werden.
  • Die "Behinderten-Beauftragte" bietet individuelle Beratung von Studieninteressierten vor Studienaufnahme sowie Beratung und ggf. Unterstützung betroffener Studierender im Studienverlauf an, z.B. wenn es um Nachteilsausgleiche an der Hochschule oder die Beantragung von Assistenzleistungen geht. Außerdem steht sie für Gespräche bereit, wenn Fragen der Studienplanung und der individuellen Studiengestaltung berührt sind.
  • Im Grossen Hörssal (Neubau) befindet sich eine normgerechte Höranlage, so dass auch Träger/innen von Hörgeräten alle Veranstaltungen komplett mithören können. Die Icons an den Eingängen zum Hörsaal weisen auf diese induktive Höranlage hin.Logo Induktive Höranlage

Kontakt

Prof. Dr. Hiltrud Loeken

Beauftragte für die Belange von Studierenden
mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung

loeken@eh-freiburg.de

 

Mehr Info und Link-Tipps

  • http://www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=06100 (u.a. Handbuch "Studium und Behinderung" - die Informationsbroschüre "Studium und Behinderung" wurde von der IBS grundlegend überarbeitet. Studieninteressierte und Studierende sowie Berater und Beraterinnen können sich damit über wichtige Aspekte eines Studiums mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen informieren. Die Publikation kann unter studium-behinderung@studentenwerke.de kostenfrei bestellt werden.)

 

Freiburger Kontakte

 

 

Bundesweit erstes Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung
Mit dem bundesweit ersten Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung bietet der Hildegardis-Verein Frauen aller Fachrichtungen und Semester eine Förderchance durch individuelle Begleitung. http://www.mentoring-projekt.de

 

 

Rechtlicher Hintergrund: Hochschule für Alle – chancengleiche Teilhabe verwirklichen

Unter der Überschrift „Eine Hochschule für Alle“ hat die 6. Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz 2009 eine Empfehlung verabschiedet, die das Ziel verfolgt, Maßnahmen zur Verwirklichung von Chancengerechtigkeit für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zu ergreifen. Die Empfehlungen stehen im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 auch für Deutschland verbindlich ist. Darin verpflichten sich die Vertragsstaaten, den diskriminierungsfreien und chancengleichen Zugang zur allgemeinen Hochschulbildung und zu lebenslangem Lernen für Menschen mit Behinderung zu sichern. Dies erfordert zum einen die barrierefreie Gestaltung der Umwelt, damit sie von Menschen mit Behinderungen ohne besondere Erschwernisse und grundsätzlich ohne fremde Hilfen zugänglich und nutzbar ist. Um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen und die Verwirklichung der Teilhabe zu ermöglichen, besteht zum anderen ein Recht auf Gewährung von Unterstützung und Nachteilsausgleichen. (http://www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=06401)

 

Die UN-Behindertenrechtskonvention folgt einem Diversity-Ansatz, nach dem Behinderung als Bestandteil der menschlichen Vielfalt und Menschlichkeit angesehen wird, die es zu respektieren und anzuerkennen gilt. Auch die Evangelische Hochschule Freiburg hat sich diesem Ziel verpflichtet, indem sie dem Thema Diversity in seinen unterschiedlichen Dimensionen besondere Bedeutung zukommen lässt.

 
 

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