2012 ist Europäisches Jahr für aktives Altern - Thomas Klie auf Podium der Auftaktveranstaltung

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Der Europäische Rat hat gemeinsam mit dem Europäischen Parlament das Jahr 2012 zum "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen. In Berlin findet am 6. Februar 2012 die bundesweite Auftaktveranstaltung statt. Der Gerontologe Prof. Dr. Thomas Klie nimmt an der abschließenden Podiumsdiskussion teil. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder eröffnet die Veranstaltung.

 

Freiburg, 01.02.2012. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für jede Einzelne und jeden Einzelnen heute und morgen aus einem aktiven Altern? Ist Zusammenhalt innerhalb und zwischen den Generationen ein neues Thema oder eine Selbstverständlichkeit? Was bedeutet aktives Altern in Deutschland und in Europa? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Auftaktveranstaltung zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012“, die mit über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgebucht ist.

 

Für Klie stehen vor allem drei Themen im Fokus: Zum einen die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für Lebensgestaltung und Teilhabe älterer Menschen und gesellschaftliche Produktivität, inklusive der Grenzen und Gefahren der Funktionalisierung. Zum anderen Generationenbeziehungen und Generationensolidarität. Klie hatte bereits als Mitglied der 6. Altenberichtskommission die Bedeutung von Werkstätten für die Erprobung neuer Generationenbeziehungen thematisiert. Gemeinsam mit der Frühpädagogin Prof. Dr. Dörte Weltzien von der EH Freiburg hat Prof. Klie 2011 das Forschungsprojekt Intergenerative Begegnungen gestartet. Dieses Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter (SILQUA-FH) 2011" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Erste Ergebnisse zeigen schon jetzt, welche positiven Effekte für den Gewinn von Lebensqualität die systematische Begegnung von Kindern und Hochbetagten hat. "Doch nicht nur diese Inszenierung, sondern auch die interfamiliaren Solidaritätsformen und die vielfältigen Formen der gegenseitigen Unterstützung" sind für Klie zu beobachtender Teil der Ambivalenz von Generationenbeziehungen. Im Europäischen Jahr für aktives Altern hält der Gerontologe und Rechtswissenschaftler auch die vertiefte Diskussion über Altersgrenzen und Altersdiskriminierung für unverzichtbar: "Alter wird durch Altersgrenzen und damit durch Recht konstituiert. Mit seiner Berechtigung und auch Fragwürdigkeit müssen wir uns intensiv auseinandersetzen".

Fachleute aus Wissenschaft und Praxis erläutern und diskutieren zudem am 6. Februar 2012, wie der Zugewinn an frei verfügbarer Zeit genutzt werden kann, um sinnerfüllt durch gesellschaftliches Engagement und in Gemeinschaft mit anderen die weiteren Lebensphasen zu erleben, und wie ein gesundes und selbstständiges Altern gefördert werden kann, um sozialer Ausgrenzung und Vereinsamung entgegenzuwirken. Die Veranstaltung will dazu beitragen, das Potenzial aller Generationen zu mobilisieren und dadurch die Solidarität zwischen den Generationen zu wahren. (Auszug aus dem Veranstaltungsflyer)

 

Mehr Info

  • Die Website www.ej2010.de wird über sämtliche  Veranstaltungen und Aktivitäten in Deutschland informieren. Sie liefert Daten und Fakten über die Entwicklung der alternden Gesellschaft und bietet die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen in den Kalender einzutragen oder eigene Projekte zum Europäischen Jahr vorzustellen.
  • Mehr zum Thema "Demografischer Wandel" auf der Website des zze - Zentrum für zivilgesellschaftliches Entwicklung, Forschungsinstitut an der Evangelischen Hochschule Freiburg


Kontakt

Prof. Dr. Thomas Klie

Evangelische Hochschule Freiburg

Institutsleiter zze - Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung

klie@eh-freiburg.de

 

 

Prof. Dr. Thomas Klie

 

 
 
 
 

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