Alumnibefragung 2010
"Gscheit studiert" - schnell im Job
„Klein, gut und unkompliziert“ - lautet die Beurteilung der EH Freiburg durch ihre ehemaligen Studierenden. Dabei steht „klein“ für die Hochschule, „gut“ für das Niveau des Studiums und „unkompliziert“ für den Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden. Auf das Gute folgt nach 6 Monaten ein Arbeitsplatz: für immerhin 78 % der EH-Alumni.
Studieren an der EH Freiburg lohnt sich – und das in mehrfacher
Hinsicht: Die Chancen einen angemessenen Arbeitsplatz baldmöglichst nach
Studienende zu bekommen, sind sehr hoch. Dies belegt eine von Juni bis
Juli 2010 durchgeführte Online-Befragung von Absolventen und
Absolventinnen der Diplom-Studiengänge Sozialarbeit/Sozialpädagogik und
Religionspädagogik von Februar 2004 bis Februar 2010 sowie ehemalige
Studierende der Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit,
Religionspädagogik/Gemeindediakonie und Pädagogik der frühen Kindheit
(Studium bis Februar 2010).
Die wichtigsten Ergebnisse
• 78% der Absolventinnen und Absolventen haben bereits nach 6 Monaten einen Arbeitsplatz. Nach einem Jahr sind es 89%!
• EH-Absolvierende überzeugen: 90% gelangten mit maximal 5 Bewerbungsgesprächen zum Erfolg.
• 85,7%
der Befragten haben derzeit eine Stelle im Bereich Soziale
Arbeit/Sozialpädagogik, Religionspädagogik/Gemeindediakonie, Pädagogik
der frühen Kindheit.
• 60 % - 70 % der EH-Alumni sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrem Studium!
• Das
Studium an der EH Freiburg vermittelt auch Kompetenzen, die über die
fachliche Wissensvermittlung hinausgehen, wie z.B. eine
religiös-philosophische Sprachfähigkeit
• EH-Studierende sind an
Weiterqualifizierung interessiert: 30,4% der Absolventen und
Absolventinnen erwägen einen Master-Abschluss.
Ergebnisse im Detail
Arbeitsfelder der Alumni – Top 3 und Last 3
Gefragt nach den Arbeitsbereichen, in denen die Alumni vorrangig tätig sind, wurden benannt:
TOP 3
• 28,9%: Familie/Erziehung
• 17,8%: Schule
• 17,6%: Betreuung
LAST 3 - Auf den hinteren Plätzen liegen:
• 2,0%: Betriebliche Sozialarbeit
• 2,0%: Vollzug/Bewährung
• 1,1%: Seelsorge in Einrichtungen“/„Landeskirchliche Bildungsarbeit
Die aktuellen Tätigkeiten der Befragten sind …
Mehrfachnennungen möglich – TOP 5
• 46,2%: „Beratung“
• 42,2%: „Soziale Einzelhilfe“
• 39,9%: „Erzieherische Arbeit“
• 38,0%: „Soziale Gruppenarbeit“
• 29,7%: „Bildungsarbeit“
Mehrfachnennungen möglich – LAST 5
• 13,9%: „Case Management“
• 13,6%: „Anleitung von Mitarbeiter/-innen“
• 7,1%: „Sozialplanung, Planung sozialer Dienstleistungen“
• 5,1%: „Einsatz von päd. Medien“
• 3,7%: „GWA/Stadtteilarbeit“
Sind die Arbeitsverhältnisse unbefristet/befristet?
• 49,7% der Befragten arbeiten in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis
• 44,5% haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag
• 5,5% arbeiten als (Schwangerschafts-)Vertretung
• 0,3 % sind in einer Beschäftigungs-/Qualifizierungsmaßnahme
Wird eher in Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet?
• 53,3% d. B. arbeiten Vollzeit
• nur 4,5% sind weniger als 50% der wöchentlichen Arbeitszeit berufstätig
Ist die aktuelle Beschäftigung eher stabil oder eine Durchgangsstation?
• 29,3% der Befragten bezeichnen die derzeitige Beschäftigungssituation als „langfristig stabil“
• 47,6% empfinden sie als „im Moment verlässlich“
• Für 23,2% ist sie „vorübergehend“.
Wie sieht die Vergütung der Arbeitsstellen aus?
• 50,5% d. B. werden aktuell entsprechend BAT IVb / TVÖD EG 9 bezahlt
• 4,7% werden analog BAT II(a) / TVÖD EG 13 vergütet
Welche Hürden mussten bei der Stellensuche genommen werden?
• Keine Schwierigkeiten haben erfahren: rd. 41 %
• überwiegend Bewerber/-innen mit Berufserfahrung gesucht: haben rd. 38 % erlebt
• für den eignen Schwerpunkt nur relativ wenige Stellen angeboten: sagen 21 %
• es wurden spezielle Kenntnisse gefragt, die ich nicht hatte: rd. 16 % haben das erfahren
• angebotene Stellen und Arbeitsbedingungen entsprachen nicht meinen Vorstellungen: sind sich rd. 14 % sicher
War die Studienwahl richtig für die aktuelle Arbeit?
• 51,7% der Befragten geben an: „Meine Fachrichtung war die einzig mögliche/richtige, um das zu tun, was ich im Moment tue.“
• Für 37,4% wären „auch andere Fachrichtungen (…) bei meinen aktuellen beruflichen Aufgaben nützlich“.
Ist eine Weiterbildung/ein Masterstudium geplant? Ja, sagt ein Drittel!
• 61,2% der ehemaligen Studierenden haben keinen weiteren Hochschulabschluss ins Auge gefasst
• 30,4% erwägen einen Master-Abschluss
Wie zufrieden sind die Alumni mit ihrem Studium gewesen? Zwischen 60 % - 70 % waren zufrieden bis sehr zufrieden!
- Aufbau des Studiums: 16,3 % voll zufrieden, 52,4 % zufrieden, 24,1 geht so
- Anforderungen des Studiums: 47,4 % zufrieden, 13,5 % voll zufrieden, 25,6 % geht so
- Art der Wissensvermittlung: 11,2 % voll zufrieden, 47 % zufrieden, 33,5 % geht so
- Vermittelte Qualifikationen/Fähigkeiten: 9,5 % voll zufrieden, 43, 1 % zufrieden, 35,9 % geht so
- Niveau des Lehrangebots: 11,7 % vollzufrieden, 48,4 % zufrieden, 30,1 % geht so
- Theorie-Praxis-Transfer: 12,1 % voll zufrieden, 39,9 % zufrieden, 32,8 % geht so
Auf welche Qualifikationen kam es bei der Jobsuche/im
Bewerbungsverfahren an? Fachliches Know-how steht dabei an zweiter und
dritter Position!
Mehrfachnennungen möglich – TOP 5
- 60,1%: „Geschicktes Auftreten, psychologisches Geschick“
- 56,1%: „Ein guter Überblick über das Fachgebiet“
- 48,2%: „Fachliche Spezialisierung im Studium“
- 46,5%: „Persönliche Beziehungen“
- 45,3%: „Vorerfahrungen mit der Stelle ("Stallgeruch")“
Mehrfachnennungen möglich – LAST 5
- 12,7%: „Weltanschauung, Glauben“
- 12,2%: „Auslandserfahrung/Fremdsprachenkenntnisse“
- 11,6%: „Qualität und Thema der Abschlussarbeit“
- 8,8%: „An der EFH/EH studiert zu haben“
- 5,4%: „Spezielle EDV-Kenntnisse (z.B. SPSS)“
Studium vermittelt auch Kompetenzen, die Bestandteil einer
wissenschaftlichen Ausbildung an einer konfessionellen Hochschule sind:
im ersten Job sind sie weniger gefragt.
Vermittlung im Studium signifikant (MW-Differenz >1.0) höher als Relevanz im Job:
- "Religiös-philosophische Sprachfähigkeit“
- „Verstehen wissenschaftlicher Texte“
- „Umgang mit Forschung(sergebnissen)“
Werden im Job Kompetenzen nachgefragt, die im Studium weniger vermittelt wurden?
Relevanz im Job signifikant (MW-Differenz >1.0) höher als Vermittlung im Studium:
- „Fähigkeit, die Personalmotivation zu stärken“
- „Konfliktfähigkeit“
- „Beratungskompetenz/Gesprächsführung“
Studium mit Kind – geht das? Rund ein Viertel der Studierenden hat die Kinder während des Studiums bekommen.
20,11% der Befragten haben schon Kinder, davon
• haben 21, 1 % ihr Studium erst aufgenommen, als die Kinder schon größer waren
• 26,8 % haben ihre Kinder während des Studiums bekommen
• bei 52,1 % kamen die Kinder nach dem Studium zur Welt
Wie und wer wurde befragt?
Von Juni bis Juli 2010 wurden per Online-Befragung Absolventen und
Absolventinnen der Diplom-Studiengänge Sozialarbeit/Sozialpädagogik und
Religionspädagogik von Februar 2004 bis Februar 2010 sowie ehemalige
Studierende der Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit,
Religionspädagogik/Gemeindediakonie und Pädagogik der frühen Kindheit
(Studium bis Februar 2010) befragt.
Insgesamt wurden 732 Ehemalige
angeschrieben, davon waren nur 40 (= dropout) durch Adressänderung nicht
mehr zu erreichen. Von den N = 692 Befragten antworteten 353, was einer
Rücklaufquote von 51% entspricht. Für diese Art von Befragung ist dies
ein sensationell positiver Wert.
Strukturdaten
Weiblich: 80,7% = 558, Männlich : 19,3% = 134
Verteilung der Abschlüsse
• Diplom SA/SP 64,9% = 449
• Diplom RP 8,9% = 62
• BA SA 19,1% = 132
• BA RP/GD 1,7% = 12
• BA PfK 5,4% = 37
Migrationsbiografie
Ja: 9,3% = 64; Nein: 90,7% = 628
Kontakt
Prof. Dr. Berthold Dietz
dietz@eh-freiburg.de
Telefon 0761 47812 - 13

